Rita Füeg, sie sind Mitglied der Arbeitsgruppe «Zukunft Schule Mümliswil-Ramiswil». Wie geht es nach dem emotionalen Infoanlass weiter?

Rita Füeg: Wir werden das Geschäft noch einmal im Gemeinderat besprechen und eventuell neue Leute mit ins Boot holen. Die Voten haben klar ergeben, dass wir nochmals darüber befinden müssen, obwohl ich klar hinter dem Vorschlag der Arbeitsgruppe stehe.

In der Arbeitsgruppe wurden verschiedene Lösungsvorschläge diskutiert, aber nicht als zielführend angesehen. Wie sahen diese aus?

Wir haben etwa angeschaut, ob aus den sieben Erstklässlern und den sieben Viertklässlern eine Klasse gebildet werden kann. Pädagogisch macht das jedoch keinen Sinn, was auch das Volksschulamt bestätigt hat. Die Alters- und Lernstoffdifferenzen sind zu gross. Wenn wir erkennen könnten, dass sich die demografische Entwicklung zugunsten der Ramiswiler Schüler verbessert, dann wäre eine Übergangslösung denkbar. Doch danach sieht es momentan leider nicht aus. Auch, dass einzelne Schüler von Mümliswil nach Ramiswil in die Schule gehen, wurde andiskutiert. Dies würde jedoch genauso auf Widerstand stossen.

Mittelfristig wäre das Problem mit dem Wechsel nach Mümliswil gelöst. Doch langfristig wird wohl auch der Druck auf die Schule Mümliswil grösser. Wie geht die Gemeinde damit um?

Wenn wir genauer sagen könnten, wie sich die Bevölkerungsstruktur in den nächsten zehn Jahren entwickelt, wäre es einfacher. Eventuell entspannt sich die Lage mit der Umfahrung in der Klus zugunsten der Thaler Gemeinden; wir erhoffen uns Zuzüger und Rückkehrer nach Mümliswil-Ramiswil.