Werbeaktion
Nach Desserts und Suppen: Jetzt steht im Naturpark Thal Salat im Fokus

Mit der Aktion «Da haben Sie den Salat» lanciert der Naturpark Thal eine Werbekampagne. In 10 Thaler Betrieben gibt es bis Ende Juli spezielle Salate zu kosten. Die Aktion soll die Region stärken und Arbeitsplätze sichern.

Daniel Fasel
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Mannechäs, Bratspeck und Ei an einer Senfsauce à la maison: Die Thaler Salate bestehen nicht nur aus Grünfutter.

Mannechäs, Bratspeck und Ei an einer Senfsauce à la maison: Die Thaler Salate bestehen nicht nur aus Grünfutter.

Daniel Fasel

Zuerst waren es Desserts, dann folgten Suppen. Und jetzt kommt Salat an die Reihe: Der Naturpark Thal hat zusammen mit seinen Gastro-Partnern eine dritte Werbeaktion für die Region lanciert. Bis Ende Juli gibt es in insgesamt zehn Betrieben spezielle Salate, welche grösstenteils aus Thaler Zutaten bestehen.

Dabei bleiben die Wirte nicht nur beim Grünfutter: Rehschulter mit Rhabarberchutney, Alpenkräuter-Teigwaren oder Kräutermozzarella sorgen für Abwechslung auf den Speisekarten. «Man kann gute Werbung für die Region machen», sagt Marina Gelmi, Geschäftsführerin der Hotel Balsthal AG. Für ihren Gasthof sei es wichtig, als Teil des Bezirks wahrgenommen zu werden.

Zielgruppe: Wochenendtouristen

Initiiert wurden die Salatwochen vom Naturpark Thal. Medienverantwortliche Sandra von Ballmoos erklärt, dass man mit dieser Kampagne die Region stärken möchte. «Wir verfolgen mehr als nur Naturschutz.» Kultur und Wirtschaft gehörten genauso zum Leitbild des Parks. Indem man Thaler Produkte bekannt mache, könne man die Wirtschaft stärken und Arbeitsplätze sichern, so von Ballmoos. Dank Touristen, aber auch wenn Restaurants lokal statt im Grossmarkt einkauften: «Das bringt den lokalen Produzenten umso mehr Absatz.»

Wochenendtouristen wie Wanderer und Velofahrer sind die Zielgruppe der Kampagne. Nach getanem Sport hungrig, können sie ihre Batterien mit herzhaften Fleisch- und Käsesalaten aufladen. Der Naturpark erhofft sich aber mehr als nur einige zusätzliche Kunden: «Wir erwarten eine langfristige Wirkung», sagt von Ballmoos. Von einem gewissen Bekanntheitsgrad könne der heute eher industrieschwache Bezirk nur profitieren. Die Aktion ziele schlussendlich darauf ab, Leute herzuholen und die regionale Identität zu stärken.

Projekte, Werbung, Aktionen: Der Naturpark Thal tut einiges für die Gastronomen der Region. Zumindest für seine Partner. Diese müssen zuerst gewisse Auflagen erfüllen, um vom Park profitieren zu dürfen: Lebensmittel aus der Region beziehen, Projekte mitfinanzieren und bei der Organisation mithelfen gehören zu den Verpflichtungen.

Für Marina Gelmi ist es eine Frage des Prinzips, als Teil der Region mitzuwirken. Und sie hat einen weiteren Grund: «Unsere Gäste erwarten regionale Menüs.» Mit den bisherigen Spezialwochen habe sie gute Erfahrungen gemacht. «Die Leute freuen sich auf die Salataktion», so Gelmi. Wer Ende Sommer noch nicht genug von den Thaler Spezialwochen hat, darf sich freuen: Im Herbst werden die Wirte einheimische Teigwarenmenüs auftischen.