Nach dem Baustopp fürchten Eigentümer wie Ruedi Leuzinger um ihr Geld. Sein Traum der Eigentumswohnung ist erstmal geplatzt - obwohl der 48-Jährige sagt, schon 15000 Franken angezahlt zu haben. «Es ist sehr deprimierend und frustrierend, weil ich von meiner Seite aus nichts machen kann», sagt der gefrustete Leuzinger gegenüber TeleM1. Er wolle jetzt nur noch schadlos aus dem Vertrag rauskommen.

Die Situation ist verzwickt. Der Landbesitzer hat die Liegenschaft in Dulliken an einen Zürcher Immobilienunternehmen verkauft. Die hat den Auftrag einem Zuger Bauunternehmen gegeben. Von dort aus soll der Auftrag an Erne gegangen sein, die, weil sie nicht bezahlt wurden, den Baustopp beschlossen. Rund zehn der Neubauwohnungen haben bereits Käufer gefunden, die auch schon Zahlungen geleistet haben.

Alles Verleumdung?

Noch ist aber nichts verloren, solange das Zürcher Immobilienunternehmen nicht Konkurs anmelde, so Aargauer Anwalt Kenad Melunovic. Wurde schon eine Anzahlung geleistet, kann diese grundsätzlich zurückgefordert werden. Die Abmachung müsse aber im einzelnen Fall betrachtet werden.

Ganz andere Töne kommen aus dem Verwaltungsrat des Zürcher Immobilienunternehmens: Das alles sei eine Verleumdung, sagt man TeleM1. Alles sei in Ordnung und in den nächsten Tagen würden die Bauarbeiten weitergehen.