Trimbach
Nach 30 Jahren wurde Co-Schulleiterin Marina von Arx verabschiedet

In Trimbach wurde Co-Schulleiterin Marina von Arx nach 30 Jahren verabschiedet. Sie will wieder als Lehrerin tätig sein, und zwar in Gretzenbach. Nach 45 Dienstjahren wurde auch Michaela Egger verabschiedet.

Hans Basler
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Schulleiterin Helen Kyburz verabschiedete die Lehrerin Michaela Egger sowie Co-Schulleiterin Marina von Arx (von links).

Schulleiterin Helen Kyburz verabschiedete die Lehrerin Michaela Egger sowie Co-Schulleiterin Marina von Arx (von links).

Picasa

Der erste Redner, Schulleiter der Oberstufe Sacha Zambetti, wies an der Trimbacher Schulschlussfeier vom Freitagabend im Mühlemattsaal auf das Geschehen im vergangenen Jahr zurück: Was war alles passiert, woran wurde speziell gearbeitet, was ist alles gelungen, was ist noch zu tun? Gemeinderätin Beatrice Widmer Strähl war es ein besonderes Anliegen, «dass sich die Eltern mehr Zeit nehmen, um den Kindern zuzuhören. Das gilt für Kinder und Eltern und auch Lehrpersonen, damit lassen sich Beziehungen aufbauen».

Abschied nach 30 Jahren

Dann war es an der Zeit, Marina von Arx zu verabschieden. Sie war im Jahr 1984 in die Trimbacher Schulen eingetreten. Der Start war eine 2. Klasse im Schulhaus Gerbrunnen. Es folgte ein Wechsel ins Schulhaus Gassacker mit einer 2. Klasse und ein Jahr später ein Wechsel zu einer 1. und 2. Klasse. Von 1988 bis 2008 arbeitete sie als EK-Lehrerin, zu Beginn in einem Pensum von 100 Prozent, danach in Stellenteilung mit Maria Röllinghoff. Von 1991 bis 1994 absolvierte Marina von Arx die berufsgeleitende Ausbildung zur Schulischen Heilpädagogin an der HPS in Zürich.

Nach einem Mutterschaftsurlaub im Jahre 2000 übernahm sie die erste Schulleitung an der Primarschule in Trimbach, schon damals mit Helen Kyburz zusammen, in den ersten drei Jahren zudem zusammen mit Urs Franzelli. Ab 2003 bis 2014 arbeitete Marina von Arx zusammen mit Helene Kyburz. Diese Arbeit zusammen mit ihr war sehr bereichernd, die beiden haben sich gut ergänzt, gegenseitig getragen, haben viel erreicht und etliche Projekte umsetzen können. «Wir waren ein Dreamteam».

Vom Jahr 2008 an war Marina von Arx nur noch als Schulleiterin für die gesamten Kindergärten und Primarschulen tätig. Damit hatte sie keine Unterrichtstätigkeit mehr. Doch sie arbeitet gerne mit Kindern zusammen, so hatte sie die Arbeit mit Kindern vermisst. Im Weiteren möchte sie gerne gestalten und etwas bewirken. In der Schulleitungsarbeit wurden die Spielräume durch all die Vorgaben und Reformen des Kantons immer enger. «Der Pioniergeist wich etwas der Administration, es gab weiniger Gestaltungsfreiraum für mich als Schulleiterin». Zu einem Teil hat Marina von Arx ihre Arbeit als Dienstleitung verstanden, zum Wohle der Kinder, der Lehrpersonen und Eltern, alle sollen sich wohlfühlen. Die multikulturelle Zusammensetzung empfand sie als bereichernd. Die Zusammenarbeit mit den Behörden in Trimbach war sehr gut, ein wohlwollendes Klima war immer zu spüren; es ist in Trimbach viel Goodwill für die Schule vorhanden. Jetzt will sie wieder als Heilpädagogin an der Front tätig sein. Sie wird ein Pensum von 13 Lektionen an der 5. und 6. Klasse in Gretzenbach übernehmen.

45 Jahre Unterricht

Mit Michaela Egger verlieren die Trimbacher Schulen eine weitere Lehrerin, die stolz auf 45 Jahre zurückblicken kann. Schon nach zehn Jahren Schulunterricht hat Michaela Egger auf Logopädie gewechselt. Ab 2000 unterrichtete Michaela Egger an beiden Schulhäusern der Primarschule mit grossem Erfolg. Für die Schule war es ein grosser Vorteil, dass die Logopädin im Schulhaus arbeiten konnte. Sie hat in all den Jahren vielen Kindern helfen können, und auch die Lehrer konnten von Michaela Egger profitieren.

Trotz des straffen Programms hatte auch die Unterhaltung ihren Platz. Dominic Deville, Kabarettist und Kindergärtner, konnte mit seinem Programm die Lehrer begeistern. Wie verhalten sich Kinder zu ihren Eltern? Wie verhalten sich die Eltern zu ihren Kindern? Es gab dabei nicht nur Lacher, vielleicht haben sich einige auch betroffen gefühlt. Dominic Deville hatte jedoch die Lacher auf seiner Seite. Man hätte noch gerne etwas länger zugehört.