Oensingen

Nach 22 Jahren ist Heidi Cartier in Pension gefahren

Zum Abschied durfte sich Heidi Cartier mit einer Rikscha chauffieren lassen.

Zum Abschied durfte sich Heidi Cartier mit einer Rikscha chauffieren lassen.

In diesem Jahr hiess es Abschied nehmen von einer Lehrperson, welche 31 Jahre im Schuldienst des Kantons Solothurns gestanden hat. Rund 350 Oensinger Schulkinder sowie Lehrpersonen haben Heidi Cartier verabschiedet.

Heidi Cartier begann ihre Lehrerkarriere direkt aus der Schulbank des Lehrerseminars heraus. Die Ausbildung noch nicht einmal abgeschlossen, wurde sie an eine Dreifachklasse mit 36 Kindern in Himmelried gerufen. Damals herrschte im Kanton Lehrermangel, sodass die Seminaristen des letzten Ausbildungsjahres ihre Ausbildung im realen Leben, sprich im Schulzimmer, abschlossen.

Es folgten fünf Jahre Unterricht in Hägendorf, dann wurde Heidi Cartier Mutter und widmete sich für eine längere Zeit ihren drei Kindern. Anschliessend unterrichtete sie einige Lektionen als Deutsch-Zweitsprache-Lehrerin in Kestenholz und Oensingen, übernahm danach Lektionen an einer Einführungsklasse und stieg dann wieder mit einem grösseren Teilpensum als Klassenlehrperson ein.

Insgesamt 22 Jahre lang engagierte sie sich für die Primarschule Oensingen. Heidi Cartier zeichnete sich durch stete Flexibilität und grosse Geduld und Einfühlungsvermögen für die Kinder aus. Egal ob Mathematik, Schwimmunterricht oder die Fahrradprüfung auf dem Programm stand: Sie unterrichtete alles mit gleicher Leidenschaft. (mw)

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