Wie Mutterkuhhaltung aussieht, was dazu nötig ist und wie daraus Qualitätsfleisch entsteht, wird vom 24. bis 26. August an der beef.ch auf dem Sennhof beim Restaurant Guldental aufgezeigt. «Unsere Hauptbotschaft bei diesem Anlass beziehungsweise generell im Verein Mutterkuh lautet: Fleisch aus Mutterkuhhaltung – aus Gras wird Fleisch», erklärt Felix Hauri, tätig bei Mutterkuh Schweiz und beim OK für den Beef-Event. Die Mutterkuhhaltung zeichne sich vor allem durch eine natürliche Tierhaltung aus. Der Einsatz von wachstumsfördernden Zusatzstoffen, tierischen Eiweissen oder Fetten, Soja und gentechnisch veränderten Futtermitteln ist hier verboten.

«Das Endprodukt ist qualitativ hochwertiges Rindfleisch», erklärt Hauri. Den Auftakt machen am Freitag sechs Schulklassen aus Mümliswil und Laupersdorf, die in «Schule einmal anders» lernen, was Mutterkuhhaltung und Fleischproduktion bedeuten. Fragen zu unterschiedlichen Preisen beim Fleisch oder wo der Unterschied zwischen Mutter- und Milchkühen liegt, werden dabei beantwortet.

Umgang mit Rindern

Am Wochenende wird von 10 bis 18 Uhr auf dem Erlebnis-Parcours eine Ausstellung mit neun verschiedenen Fleischrinderrassen stattfinden. Ein wichtiges Thema während dieser Veranstaltung ist der Umgang mit den Rindern, beispielsweise auf einer Wanderung. «Viele kennen den Unterschied nicht zwischen einer Kuh ohne Jungtier und einer Mutterkuh, die ihr Kalb beschützt», weiss OK-Mitglied Hauri.

Hier wolle man den Besuchern erklären und aufzeigen, wie man sich am besten verhält. Auf dem rund halbstündigen Rundgang erteilen Experten Auskunft. Diese Aktivität wird in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Unfallverhütung in der Landwirtschaft (BUL) organisiert. «Wer möchte und den Mut hat, kann gerne einmal eine Weide mit Kühen begehen», erklärt Hauri augenzwinkernd.

Die Verpflegung steht ganz im Zeichen von «Beef», also Rindfleisch. «Wir bieten Produkte unserer Qualitäts-Labels wie zum Beispiel ‹SwissPrimGourmet›, ‹Natura-Veal› und ‹Natura-Beef› an», erklärt das OK-Mitglied. Unter diesen geschützten Markennamen wird Fleisch aus Mutterkuhhaltung in der Schweiz vermarktet, ‹Natura-Veal› und ‹Natura-Beef› sind in den Coop-Filialen oder direkt ab Bauernhof erhältlich. Diese drei Labels gehören den rund 5600 Vereinsmitgliedern.

Weder Entrecôte noch Filet

An beiden Tagen wird ein regionaler Markt mit zahlreichen Erzeugnissen aus landwirtschaftlicher Produktion stattfinden. Doch das ist nicht alles: Holzschnitzer Simon Nünlist aus Wolfwil, die Schnapsbrennerei von Priska Schmid aus Holderbank und ein Schaukäsen der Käserei Reckenkien aus Mümliswil runden das vielseitige Programm ab.

Zudem wird der Jagdverein Guldental (Revier 34) alles rund um das Thema Jagd erklären. Ein Highlight wird das Beef-Menü in drei Gängen sein, welches man nach Anmeldung am Samstagabend geniessen kann. «Wir verzichteten bewusst auf die bekannten Edelstücke wie Entrecôte oder Filet», legt Hauri dar. Der Hauptgang besteht aus einem sogenannten «Second Cut», einem Flanksteak, das vermutlich die wenigsten schon gegessen haben. Das sei ein sehr zartes und saftiges Fleischstück aus dem unteren Rippenbereich des Rindes.

Mit Ländlermusig und Alphornbläsern am Samstag, der Beef-Party mit de Partyhelde, der Tuxer-Bar am Samstagabend und mit Musik und Jodel den ganzen Sonntag ist für alle etwas dabei. «Gesamthaft rechnen wir mit rund 2000 Besuchern, sofern das Wetter hält», schätzt das OK-Mitglied. Die beef.ch sei ein klassischer Familien-Anlass. Aus diesem Grund war es den Veranstaltern auch wichtig, eine betreute Kinderwelt anzubieten. Diese beinhaltet den Streichelzoo «Hatti», wo auch die Kleinsten die Nähe zu Tieren pflegen können.