Aedermannsdorf
Musikgesellschaft und Chor spielten in der Pfarrkirche zum Adventskonzert auf

In Aedermannsdorf begeisterte die Musikgesellschaft Konkordia und der Adventchor an einem musikalisch und gesanglich hochstehenden Konzert.

Edgar Straumann
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Remo Fröhlicher

Das Adventskonzert in der Pfarrkirche Aedermannsdorf war auch diesmal ein Publikumsmagnet, war doch der sakrale Raum bis auf den letzten Platz gefüllt. Die einheimische Musikgesellschaft Konkordia sowie der eigens für dieses Konzert gebildete Adventchor boten ein abwechslungsreiches Programm, das mit grossem Interesse und Wohlwollen aufgenommen wurde. Das grosse Leistungsvermögen der in Brass Band Besetzung spielen Musikgesellschaft Aedermannsdorf wurde schon öfters unter Beweis gestellt. Gespannt durfte man auf den Adventchor sein, der sich aus den Männerchören Aedermannsdorf und Wangen an der Aare sowie dem Frauenchor Wangen an der Aare zusammen mit weiteren Sängerinnen für diesen Auftritt gebildet hat.

Passend für die Adventszeit wurde das Konzert durch die Musikgesellschaft, unter der Leitung von Bernhard Wüthrich, mit «A Christmas Overture» von Kevin Larsson festlich eröffnet. Die in Perfektion vorgetragene Eröffnungsnummer erntete gleich zu Beginn grossen Applaus. «Nativity» von Philip Wilby, eine typische englische Brass Band Komposition sei der Geburt Christi gewidmet, erkläre der Dirigent, welcher gleich selber durch Konzert führte. Die akustische Darstellung des Themas gelang ausgezeichnet. Anschliessend wurde die Vielfältigkeit des Corps bewiesen. Mit der Ouvertüre aus der Operette «Banditenstreiche» von Franz von Suppé gelang eine absolut auch für eine Operette taugliche Darbietung.

In der Folge wurde der Kirchenchor für den Adventchor geräumt. Für den erkrankten Moritz Achermann sprang Lisa Läng als Dirigentin ein. Die vier Vorträge «Im Dunkel naht die Weihnachtszeit», La Nuit», eine französische Barock Nummer, «Tell Me Where is Feney Bred» und «Turn the world around» wurde allesamt in reine Harmonie vorgetragen. Ein Kompliment auch für die fremdsprachigen Artikulationen. Dem Chor, welcher in dieser Formation eher selten anzutreffen ist, kann wirkliche gratuliert werden.

Für die weitere Konzertgestaltung war wieder die Musikgesellschaft zuständig. In einem Arrangement von Alan Farnie gelangte die «Carmen Suite» von Georges Bizet zur Aufführung. Die drei Sätze «Habanera», «Entracte» und Toreador Song» brachten eine wohltuende Abwechslung ins Konzertprogramm. In «Deep inside the sacred temple», ebenfalls komponiert von Georges Bizet, vermochten die beiden Solisten Benedikt Eggenschwiler und Marco Eggenschwiler, beide Euphonium, voll und ganz zu überzeugen. Auch ihnen galt ein herzlicher Applaus. Vor der eigentlichen Schluss Nummer dankte Vereinspräsident Anton Eggenschwiler allen, welche zum guten Gelingen beigetragen haben, ganz herzlich, nicht zuletzt auch allen Besucherinnen und Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen.

Eine eigentliche Solistenparade war «A Christmas Finale» von Paul Lovatt-Cooper. Auf der Posaune, dem Es-Horn und den Cornetts wurden weihnächtliche Melodien in eher moderner, aber keineswegs unbekannter Form vorgetragen und gar mit stürmischen Applaus bedacht. Die geforderte Zugabe, welche mit «Mary’s Boy Child» erfüllt wurde, war unumgänglich. Und wie könnte es anders sein, als mit dem weltweit bekanntesten Weihnachtslied «Stille Nacht», gesungen vom Chor zusammen mit dem Publikum und begleitet von der Musikgesellschaft, wurden die zufriedenen Besucherinnen und Besucher verabschiedet.