Kestenholz

Musikgesellschaft Eintracht liess Wassertropfen trommeln

Die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz spielt unter der Leitung von Thomas Maritz das Stück «Where the River Flows».

Die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz spielt unter der Leitung von Thomas Maritz das Stück «Where the River Flows».

Das Programm des Jahreskonzerts der Musikgesellschaft Eintracht führte mehrere Jahrzehnte der Musikgeschichte unter dem Symbol des Wassertropfens zusammen – ein eindrückliches Klangerlebnis.

Wie vielfältig und facettenreich das lebenswichtige Element des Wassers in der Musik zum Tragen kommt, stellte die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz an ihrem Jahreskonzert unter Beweis.

Das Programm führte mehrere Jahrzehnte der Musikgeschichte unter dem Symbol des Wassertropfens zusammen – ein eindrückliches Klangerlebnis.

Der Abend wurde vom Nachwuchs, der Young Concert Band Oensingen Kestenholz, eröffnet, die in diesem Jahr von Marco Zehnder dirigiert wurde. Er teilt sich die Leitung mit Roger Meier. Mit «Safe and Sound» von Taylor Swift, dem Soundtrack zu den «Hunger Games», schufen die jungen Musikantinnen und Musikanten einen schönen Klangteppich.

Besonders die Klarinetten spielten darin eine übergeordnete Rolle. Auch die nächsten zwei Stücke widmeten sich der Filmmusik: Von Angela Zbären souverän angesagt, wurde das fetzige und stimmungsvolle «Fame» vorgetragen, gefolgt von Elton Johns «Circle of Life» aus dem «König der Löwen». Bei allen, die die Filme kennen, zogen unweigerlich die entsprechenden Bilder vor den Augen vorbei. Die Young Concert Band wurde mit herzlichem, lang anhaltendem Applaus beklatscht.

«… und wieder fällt das Wasser als Regen auf das Land.» Das Geräusch tropfenden Wassers und das von Moderatorin Gaby Burkhardt intonierte Gedicht zum Thema, leiteten über zum Auftritt der Musikgesellschaft. In «Fantasy on The Marine’s Hymn» war förmlich zu sehen, wie die Streitkräfte der US-Army
auf das offene Meer hinaus fahren, im Unwissen, was sie dort draussen erwarten würde. Ruhige Passagen wurden von pompösem Getöse,
aufschäumenden Wellen gleich,
abgelöst.

Dramatische Atmosphäre

Die drei Teile von «Where the River Flows» erzählten die Geschichte des jungen Duke beim Stamm der Shawnee-Indianer. Die abenteuerliche und dramatische Atmosphäre wurde unterstützt durch eine passende Fotografie auf der Leinwand in der Halle. In seichteres Gefilde und eine Szenerie zum Träumen wurde das Publikum mit «La Sera Sper il Lago» des Bündner Komponisten Gion B. Casanova entführt. Dieser «Abend über dem See» aus dem Rätoromanischen wurde bereits in mehreren Ländern aufgeführt.

Mit «The States of Water» wurden die verschiedenen Aggregatszustände des Wassers musikalisch versinnbildlicht. Eine anspruchsvolle Aufgabe für die Musikantinnen und Musikanten, die nebst ihren Instrumenten auch Flaschen zum Klingen und Gläser zum Vibrieren brachten. Nach der Pause folgte mit «Singing in the Rain» das Gute-Laune-Lied, das wohl jeder mit dem tanzenden Herrn
mit Regenschirm aus dem Musical verbindet.

Medley mit Stücken von Toto

Die kalifornische Band Toto erlangte ihre grösste Popularität in Europa in den 1980er-Jahren. Ihre Hits wurden durch die eingängigen Melodien zu absoluten Klassikern der Musikgeschichte. Am Jahreskonzert wurden sie mit einem Medley gewürdigt, das nicht wenige zum Mitwippen animierte. Highlights
waren dabei die Soli auf Saxofon und Posaune von Flavia Schürmann und Janick Bürgi.

Dem Thema des Wassers entsprechend bot die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz ein abwechslungsreiches Programm auf gewohnt hohem Niveau, das von Thomas Maritz präzise und mit viel Elan einstudiert worden war.

Am Ende durfte ein Lied nicht fehlen, das die Besucherinnen und Besucher wieder sanft in den Alltag auftauchen liess. Der «Lauenensee» von Span bot dafür die Kulisse und dem Dirigenten Thomas Maritz die Möglichkeit, mit seinen Variationen auf dem Horn alles aus der gängigen Melodie herauszuholen.

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