Das diesjährige Jahreskonzert der Brass Band Harmonie Wolfwil war dem Motto «Servus Österreich» gewidmet. Bereits die Einladungen für das Konzert wurden in den Nationalfarben unseres musikalisch vielfältigen Nachbarlandes versendet und machten Leute von Nah und Fern «gluschtig» auf einen unterhaltsamen Abend mit Johann Strauss junior, Florian Pedarni und Andreas Gabalier.

Mit viel Leidenschaft hat sich die Brass Band Harmonie Wolfwil unter der Leitung der Dirigentin Emerita Blum-Duss auf das musikalische Highlight des Jahres vorbereitet. Der Abend startete mit der «Festmusik der Stadt Wien» von Richard Strauss.

Die «Festmusik» wurde anfangs 1943 für den Wiener Trompetenchor geschrieben und verzauberte das Publikum mit dem Stolz der Wiener Hauptstadt. Christoph Niggli, Repräsentant der Brass Band, begrüsste das Publikum mit einem waschechten «Servus» und taufte die Mehrzweckhalle sogleich in den Musikvereinssaal um, wo alljährlich der berühmte Opernball und das Neujahrskonzert stattfinden.

Musikalisch wurde das Publikum mit dem Stück «Unter Donner und Blitz» vom Johann Strauss junior und dem Walzer «Wiener Bürger» von Carl Michael Ziehrer in den Bann gezogen. Manch Kenner und Geniesser schloss die Augen und liess sich von den eingehenden Tönen hinreissen.

Mit dem lebhaften Stück «Im Krapfenwald» vom Johann Strauss junior versprühte die Brass Band Frühlingsgefühl pur. Mit den Kuckucksrufen wähnte sich das Publikum mitten im Frühlingswald. Vor der Pause stand mit dem berühmten und mitreissenden «Radetzky Marsch» ein Highlight an. Das Publikum war nicht zu bremsen und wurde von der taktvollen Melodie mitgerissen.

Nach der Pause mit Tiroler Hut

Der zweite Teil nach der Pause stand ganz im Sinne der Folklore und der Volksmusik. Die Brass Band Harmonie spielte statt in Uniform im traditionellen Filzhut und Folklorehemd auf. Der Walzer «Dem Land Tirol die Treue» von Florian Pedarnig wird als «heimliche Tiroler Landeshymne» beschrieben.

Diesem Titel wurde die Brass Band gerecht, indem sie die Refrainpassagen nicht nur instrumental darstellten, sondern diese noch mit Chorgesang untermalten. «Rise Like A Phoenix» war das Gewinnerstück von Österreich am Eurovision Song Contest 2014.

Die Brass Band interpretierte das imposante Stück neu und spielte die Noten von Charly Mason, Ali Zuckowski, Julia Maas und Joey Patulka mit viel Gefühl und Demut. Die Wolfwiler Tubisten Karl Nützi, Christoph Niggli, Peter Herrmann und Peter Baumann spielten in Begleitung der Brass Band das Stück «Tyrolean Tubas».

Musikalische Kenner kamen in den Genuss von feinster Blasmusik gespickt mit etwas Schwermut. Mit den beiden eingehenden Schlagerhits «I sing a Liad für di» von Andreas Gabalier sowie der weltweit bekannten Melodie von «Ich war noch niemals in New York» von Udo Jürgens erreichte die Stimmung einen weitere Höhepunkt.

Vor dem Schlussstück richtete sich Christoph Niggli mit dankenden Worten an die sehr engagierte Dirigentin Emerita Blum-Duss, an die gesamte Band, an die charmante Moderatorin Tamara Niggli sowie an das mitreissende Publikum. Zum Schluss verabschiedete sich die Brass Band Harmonie musikalisch mit dem Marsch «Frohes Wiedersehen» von Emil Würmli.