Balsthal
«Music was my first love ...» als Motto des Winterkonzerts

Am Winterkonzert spielten die «Konkordia», «Young Harmonists», Frauenchor und Solisten gemeinsam in der katholischen Kirche in Balsthal.

Rudolf Schnyder
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Das «Grande Finale» mit «Music» von John Miles wurde von der «Konkordia», den «Young Harmonists» und dem Frauenchor Balsthal gemeinsam intoniert.

Das «Grande Finale» mit «Music» von John Miles wurde von der «Konkordia», den «Young Harmonists» und dem Frauenchor Balsthal gemeinsam intoniert.

Bruno Kissling

«Musik war meine erste Liebe und sie wird meine letzte Liebe sein» , dieser Satz stammt aus dem Song «Music» von John Miles und bezeichnet eine Leidenschaft zur Musik, die generationenübergreifend verstanden wird.

Dies galt auch für das Winterkonzert der Musikgesellschaft Konkordia Balsthal unter der Leitung von Hans Burkhalter (Zuchwil), in der katholische Kirche in Balsthal.

Gemeinsam mit dem Jugend-Blasorchester Young Harmonists und dem Frauenchor Balsthal entstand aus musikalischen Puzzleteilen ein wunderbares Ganzes. Fulminant der Auftakt mit den festlich anmutenden, fanfarenhaften Klängen «Festival Fanfare» von Franco Cesarini.

Mit Bass-Klarinette und Bass-Posaune – gespielt von Musiklehrpersonen der Musikschule Balsthal – waren für einmal besondere Instrumente am Winterkonzert solistisch zu hören. Melanie Tschumi-Fluri (Subingen) führte gekonnt durch das Konzertprogramm.

In Carl Nielsens «Underlige Aftenlufte» (zu Deutsch: Liebliche Abendluft brillierte Marco Aebersold auf der Bass-Klarinette mit sehr gutem Tonansatz und meisterte die solistischen Passagen virtuos.

Die moderne-jazzige Komposition «Spotlight on the Bassclarinet, 3. Satz» von Philip Sparke eröffnete danach dem Publikum musikalisch eine neue Dimension. Eher unbekannt sind die «Löndlerischen Tänze» von Wolfgang Amadeus Mozart.

Hans Burkhalter hat sie für die «Konkordia» Balsthal umgeschrieben. Das Resultat war ein zuweilen volkstümlich klingender Ohrenschmaus

Der zweite Musiklehrer, der solistisch aufspielte, war Roger Stöckli auf der Bass-Posaune. «Frosty the Snowman» von Steve Nelson, war für den Solo-Part der Bass-Posaune geradezu prädestiniert und Stöckli verblüffte mit sehr tiefen Tönen, die er der Posaune entlockte.

Frauenchor Balsthal in Fahrt

Der Frauenchor Balsthal hat eine sehr grosse Tradition; wurde 1872 gegründet. Seit etwas mehr als einem Jahr wird der 21 Frauen umfassende Chor von der Dirigentin und Sängerin Marta Mieze aus Basel geleitet.

Bei «Mater Dei», einem Marienlied von Lorenz Maierhofer, imponierte die sehr reine Intonation. So richtig in Fahrt kamen die Frauen beim legendären «Oh happy Day», dem von den Edwin Hawkins-Sängern veröffentlichten Gospel-Song, arrangiert von Guido Helbling.

Die deutliche Aussprache und die Dynamik sowie der Rhythmus gelangen besonders gut. Auf dem E-Piano begleitete Nadja Urben den Frauenchor. Immer wieder schön ist das schottische Volkslied «Amazing Grace» von John Henry Newton.

Andreas Kamber

Zum letzten Mal trat das Jugend-Blasorchester Young Harmonists, das grösste im Kanton Solothurn, unter der musikalischen Leitung von Andreas Kamber auf. Er übergibt die Leitung nach 15 Jahren an Hans Burkhalter.

Nach «May it be» von Howard Shore aus «Herr der Ringe», der Sehnsucht nach einer friedlicheren Welt– passend zum aktuellen Weltgeschehen – spielten die «Young Harmonists», jetzt mit der «Konkordia» zu einem 70-köpfigen Musikkorps verschmolzen, die Filmmusik «Titanic» von James Horner.

Weiter waren Filmmelodien von John Williams zu hören: «Movie Adventures» Ausschnitte aus «Star Wars», «Duel oft he Fates», «Jurassic Parc» und «E.T.».

Ruedi Berger, Präsident der Musikgesellschaft Konkordia Balsthal, und Sabine Birkle, Präsidentin der «Young Harmonists», würdigten die Verdienste von Andreas Kamber. 15 Jugendmusik-Lager, unzählige Auftritte und Konzerte, Wettbewerbe, Siege an Regional-Musiktagen.

Konzertreisen in den Europapark und nach Klosters, zwei eidgenössische Jugendmusikfeste und Events mit der Band «Irrwisch» und der Märchen-Erzählerin Trudi Gerster waren unvergessliche Höhepunkte.

Als letztes Musikstück, welches Kamber dirigierte, wurde der Marsch «Harmonists forever», eine Auftragskomposition von Fritz Rickli, gespielt. Zum Abschluss spielten und sangen alle Mitwirkenden im grossen Finale «Music» von John Miles.

Präsident Ruedi Berger beim Dank: «Einmal mehr konnte man bei diesem speziellen, facettenreichen Konzert mit verschiedenen Musikstilen die Handschrift des seit dem Jahr 2001 wirkenden Dirigenten Hans Burkhalter erkennen.»