Mümliswil-Ramiswil
Das Schulhaus Rank erstrahlt in neuen Farben

Der Mümliswiler Gemeinderat verabschiedete unter anderem die Schlussabrechnung für die Sanierung des Schulhaus Rank. Das Gebäude steht zudem nun unter kantonalem Denkmalschutz.

Fränzi Zwahlen
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Hell und farbig präsentiert sich das Treppenhaus mit den sanierten Terazzoböden im Schulhaus Rank in Mümliswil.

Hell und farbig präsentiert sich das Treppenhaus mit den sanierten Terazzoböden im Schulhaus Rank in Mümliswil.

Patrick Luethy

Die drei Korridore und insbesondere die darin vorhandenen Terazzoböden des Schulhauses Rank in Mümliswil aus dem Jahr 1908, wurden letzten Sommer einer gründlichen Sanierung unterzogen. Dies auch, weil die Gemeinde vor gut einem Jahr beschloss, das Schulhaus dem Kantonalen Denkmalschutz zu unterstellen, was auch gelang. So sind jetzt gemäss Regierungsratsbeschluss «die historische Bausubstanz des Schulhauses, insbesondere die Gebäudehülle sowie die primären Erschliessungszonen wie Treppenhaus und Korridore mit ihren historischen Ausstattungselementen» geschützt. Doch es gibt auch Auflagen: «Geschützte historische Kulturdenkmäler sind vom Eigentümer so zu erhalten, dass ihr Bestand gesichert ist.» Der Gemeinderat genehmigte diesen Schutzstatus. Neue, helle Farben in den Korridoren Gemäss Offerte wurden für die Sanierung des Treppenhauses mit dem Originalgeländer und der Böden 95'000 Franken veranschlagt. Laut Bericht musste der Terrazzoboden zuerst von einem gegossenen Steinteppich befreit werden.

Ein Detail des sanierten Terazzobodens des Schulhaus Rank in Mümliswil.

Ein Detail des sanierten Terazzobodens des Schulhaus Rank in Mümliswil.

Patrick Luethy

Der über 100 Jahre alte Boden kam dann in einem guten Zustand zum Vorschein, einzig an einigen Stellen mussten Reparaturen durch einen Spezialisten durchgeführt werden. Alle Treppenaufgänge und die Geländer wurden neu gestrichen. Die Farbwahl der Korridore wurde den Lehrkräften des Schulhaus Rank überlassen. Sie entschieden sich für «die vier Jahreszeiten»: im Untergeschoss Iceblau, im Erdgeschoss ein Grünton, im 1. Obergeschoss ein Gelbton und im 2. Obergeschoss rostfarbig. Dem Gemeinderat wurde an der vergangenen Sitzung die Schlussabrechnung präsentiert. Mit 14.10 Franken Kostenunterschreitung wurde eine Punktlandung erzielt. Der Kantonale Denkmalschutz beteiligt sich mit einem Beitrag von exakt 9'922 Franken.

Wer zahlt die Kurzarbeitsentschädigung?

Dem Mümliswiler Hallenbadpersonal wurde aufgrund der Corona-Massnahmen bis Ende 2020 eine Lohnzahlung von 80 Prozent ihres Lohnes ausbezahlt. Der Gemeinderat beschloss daraufhin, eine Reduktion der Zahlungen auf 50 Prozent bis maximal Ende April 2021. Daraufhin wandte sich das Personal an die Sport- und Hallenbadkommission. Diese wehrte sich mit ihrer Kommissionspräsidentin Cornelia Nussbaumer gegen die Kürzung. Gemeindepräsident Kurt Bloch informierte im Rat, dass inzwischen eine Aussprache mit den Beteiligten stattgefunden habe und beschlossen wurde, kompromissbereit zu sein. Dem Gemeinderat wurde beantragt, die getroffene Kürzung auf 50 Prozent rückgängig zu machen und dem Personal rückwirkend auf den 1. Januar 2021 wiederum 80 Prozent ihres Lohnes zu erstatten. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu, bemerkte aber, dass dafür beim Kanton die Kurzarbeitsentschädigung für das Gemeindepersonal erwirkt werden solle. Kurt Bloch informierte, da es keine klaren Richtlinien des Bundes diesbezüglich gebe, die Kantone entscheiden können, wie sie in dieser Thematik verfahren. Mit einer Verfügung Anfangs März informierte der Kanton Solothurn die Gemeinden, dass er keine Übernahme der Kurzarbeitskosten für Gemeindebetriebe beabsichtige.

Beschluss: Beschwerde an Kanton einreichen

Der Gemeinderat Mümliswil will nun eine Beschwerde beim Kanton einreichen. Diese Absage betreffe viele Gemeinden mit unterschiedlich angestelltem Personal, wurde gesagt. Das Kurzarbeitsgeld sei doch dazu da, Arbeitsplätze zu erhalten. Der Kanton sei somit in der Pflicht, hier seinen Anteil zu leisten, hiess es im Rat.

Feuerwehr-Schlussabrechnungen und Gräberräumung

Der Gemeinderat nahm im weiteren Kenntnis von den Schlussabrechnungen des neuen Tanklöschfahrzeuges und des Mehrzweckfahrzeuges für die Feuerwehr und genehmigte diese. Auch hier gab es Kreditunterschreitungen. Die Gebäudeversicherung übernahm Kosten in der Höhe von 360'000 Franken. Die Nettokosten für die Gemeinde betragen schliesslich 255'500 Franken. Der Gemeinderat verdankt insbesondere die grosse Arbeit von Feuerwehrkommandant Marco Millonig.

Der Gemeindepräsident informierte, dass auf den Friedhöfen von Mümliswil und Ramiswil Grabstätten der Jahre 1996 bis 1999 geräumt würden. Alle betroffenen Angehörigen werden vorab brieflich über die Räumung informiert.