Härkingen

«MosaikUndMehr»: In dieser Werkstatt kann jeder ein Künstler sein

Nicole Maurer feiert am 1. September die Eröffnung ihres kreativen Ateliers «MosaikUndMehr» in der Alten Gärtnerei in Härkingen. Bruno Kissling

Nicole Maurer feiert am 1. September die Eröffnung ihres kreativen Ateliers «MosaikUndMehr» in der Alten Gärtnerei in Härkingen. Bruno Kissling

In ihrer neuen Werkstatt in Härkingen bietet Nicole Maurer kreative Gestaltungskurse an. «MosaikUndMehr» bietet Platz für vielfältiges Schaffen.

Die Stühle sind orange, eine Wand türkis und die Wandschränke rot, gelb und violett. In Nicole Maurers neuem Atelier in der Alten Gärtnerei in Härkingen geht es bunt zu und her. Die Gestaltungspädagogin eröffnet morgen Freitag, 1. September, ihre Werkstatt «MosaikUndMehr». Mit 16 Jahren entdeckte sie die Liebe zum sogenannten Mosaizieren und stellt bereits am Anfang fest: «Mosaik ist keine Kunst. Es ist ein Kunsthandwerk.»

Von Arbeitshalle zu Werkraum

Innerhalb von nur sechs Wochen haben Nicole Maurer und ihr Partner die einstige Arbeitshalle in ein gemütliches Atelier verwandelt. «Wir mussten den Dreck von 40 Jahren runterwaschen», erzählt Maurer. Ihre Hände sind rau, eingetrocknete Farbe und Staub befinden sich daran. Sie ist eine Frau der Tat und ihre Hände sind ihr wichtigstes Werkzeug. Mit diesen hat sie die Halle nun in einen Werkraum verwandelt. Da Maurer nebenbei noch im 50-Prozent-Pensum bei der Trinamo AG mit Sitz in Wohlen angestellt ist, werden die Kurse jeweils dienstags und montags stattfinden. Unregelmässig auch an Wochenenden.

Die gelernte Gestaltungspädagogin will mit ihrem Atelier die Kreativität ihrer Mitmenschen fördern. «Ich habe keine Ahnung, ob das funktioniert», sagt sie lachend. Sie habe jedoch schon in Zofingen Gestaltungskurse angeboten, und diese seien gut angekommen. Mosaik, Eltern-Kind-Basteln, Mörteln, Dekorationen aller Art und mehr bietet Nicole Maurer nun auch in Härkingen.

Acht Personen können jeweils an den Kursen teilnehmen. Dabei steht immer eines im Vordergrund: Spass haben und die eigene Kreativität ausleben. Maurer will hauptsächlich Unterstützung anbieten und nicht selbst leiten. «Kreativität kann man nicht leiten», meint sie bestimmt. «Kreativität leitet.»

Eigene Kunstwerke

Nebst diesem neu aufgebauten Standbein wird Maurer auch weiterhin ihre eigenen Projekte und Aufträge verfolgen. Ihr Haus in Olten, das von «20 Minuten»-Lesern zum buntesten Haus der Schweiz gewählt wurde, hat sie ebenfalls selbst gestaltet. Maurers letztes Projekt war die Dekoration der Weinhandlung Wittich im Oltner Industriegebiet.

Während 160 Stunden verwandelte die Kunsthandwerkerin die graue Fassade in eine bunte Blumenwelt. «Je nach Kunde habe ich entweder klare Vorgaben oder kann mich austoben», erzählt die Handwerkerin. Für die Weinhandlung war nur klar, dass es viele Blumen und den König von Olten, Kater Toulouse, geben muss.

Am liebsten arbeite sie mittlerweile mit einer bewussten Linienführung. Das heisst, die Mosaikplättchen einzeln zuschneiden und durch verschiedene Techniken auf die Arbeitsfläche kleben. Entweder direkt oder das Motiv zuerst auf einem Netz vorbereiten. Auch arbeitet Maurer mit verschiedenen Materialien. Am liebsten benutzt sie jedoch glasierte Feinsteinzeugfliesen.

Aufgrund der vielen Möglichkeiten gibt es auch keine falsche Technik: «Jeder kann ein Künstler sein.» Bei ihrem ersten Projekt hätte sie auch einfach drauflosgeklebt, lacht Maurer.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1