FC Härkingen
Mit vereinten Kräften gegen das Loch in der Kasse

Noch ist das ganze Ausmass des betrügerischen Kassiers beim FC Härkingen nicht bekannt. Solidarität für den Klub kommt aus der ganzen Schweiz.

Rahel Bühler
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Noch ist unklar, wie das Loch in der Vereinskasse gestopft wird.

Noch ist unklar, wie das Loch in der Vereinskasse gestopft wird.

bier

Seit letztem Donnerstag ist bekannt, dass der Kassier des FC Härkingen den Verein um eine tiefere sechsstellige Summe betrogen hat. Darauf wurde er von seiner Funktion entbunden und zur Selbstanzeige gebracht.

Wie geht es nun weiter mit dem Fussballclub aus dem Gäu, dessen erste Mannschaft in der 2. Liga spielt? Nachdem sichergestellt wurde, dass sowohl die Existenz des Vereins als auch der Spielbetrieb nicht gefährdet sind, sei man nun damit beschäftigt, das ganze Ausmass des Schlamassels aufzudecken, erklärt Vereinspräsident Matthias Heim auf Anfrage: «Klar sind wir nicht total blauäugig und denken, dass wir die gesamte Summe zurückerhalten, aber die Hoffnung stirbt zu letzt», meint Heim.

Wie wird Loch gestopft?

Neben der Frage nach dem Aussmass ist nach wie vor unklar, wie das Loch in der Kasse wieder gestopft werden soll. «Noch ist nichts entschieden worden. Es werden verschiedene Sanierungsmassnahmen überprüft», gibt sich Heim bedeckt.

Der Fall schlug in den vergangen Tagen hohe Welten. Sowohl regionale Medien, darunter diese Zeitung und der regionale Fernsehsender Tele M1, als auch der Blick und die Handelszeitung berichteten darüber.

Entsprechend gross ist die Solidarität für den FC Härkingen, welcher Reaktionen aus der ganzen Schweiz erhielt. «Auch von Vereinen, die wir bis dahin nicht kannten», erzählt der Präsident und erwähnt dabei einen Juniorentrainer, welcher dem Verein unbedingt helfen wolle. Dieser sei mit seinem Vorstand im Gespräch über eine mögliche Durchführung eines Sponsorenlaufs zugunsten des Gäuer Fussballclubs. «Das macht uns Mut, um die grosse Herausforderung zu meistern.»