Laupersdorf
Mit Tanz und Theater wurde der 60. Geburtstag gefeiert

Die Trachtenvereinigung Thal feierte ihren 60. Geburtstag mit einem Heimatabend in der Laupersörfer Mehrzweckhalle.

Irmfriede Meier
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60. Geburtstag der Trachtenvereinigung Laupersdorf

60. Geburtstag der Trachtenvereinigung Laupersdorf

Irmfriede Meier
... und der heitere Schwank «D Waschliwyber» begeisterten das Publikum.

... und der heitere Schwank «D Waschliwyber» begeisterten das Publikum.

Irmfriede Meier

Der Heimatabend mit Trachtentänzen und dem 20. Theater der «Trachtenvereinigung Thal» am vergangenen Freitag- und Samstagabend in der je vollbesetzten Laupersdörfer Mehrzweckhalle war sozusagen eine Hommage an ein paar beherzte Frauen, die vor 60 Jahren in Aedermannsdorf die Trachtenvereinigung Thal gegründet haben. Sie verfolgten das Ziel, das Volksbrauchtum im Thal, das Tragen der Tracht, das Singen und Tanzen sowie das Einstudieren und Aufführen von Volkstheatern zu erhalten. Nicht zuletzt war es auch eine Anerkennung für die langjährigen Akteure, die für die Erhaltung des Anliegens der Gründerinnen bis heute besorgt sind. So wie zum Beispiel Hans Probst (Laupersdorf), der seit 49 Jahren Aktivmitglied und Trachtentänzer ist, seit neun Jahren Präsident und Regisseur sowie während sechs Jahren selbst aktiver Theaterspieler war.
Beschwingte Trachtentänze
Der Präsident Hans Probst zeigte sich hocherfreut über die grosse Anzahl der Besuchenden aus nah und fern. Nach seiner Begrüssung mit einem kurzen Rückblick auf die zurückliegenden 60 Jahre folgten im ersten Programmteil beschwingte und farbenprächtige Trachtentänze der Kinder- und der Erwachsenen-Trachtentanzgruppe (je acht Paare). Die Tanzvorführungen standen unter der bewährten Leitung von Madeleine Probst und Oskana Schindelholz. Das Publikum war hell begeistert und zollten den Vorführenden kräftigem Applaus.
Heiterer Schwank
Im zweiten Programmteil sorgten im Schwank «D Waschliwyber» in drei Akten von Fred Bosch unter der Regie von Hans Probst die bewährten charismatischen Spielerinnen und Spieler für Hochspannung und viele Lacher: Die Bauernfamilie Bernhard Moser, Bauer (Fredy Schweingruber) und sein Sohn Peter Moser (Reto Gautschi) hat nach dem Tod der Bäuerin gerade noch das Nötigste zum Überleben. Der Bauer musste seiner Frau auf dem Totenbett versprechen, dass er die Haushälterin Käthi (Regula Probst) auf dem Hof behalten werde. Aber Käthi, die Neugierde in Person, kümmerte sich nicht nur um den Haushalt, sondern auch intensiv um das Privatleben des Bauern. Eines Tages fällt ihr ein Brief mit dem Absender «Fanny» in die Hände. Zusammen mit der Frau des Gemeindepräsidenten, Grossbauer und Schweinezüchter, Fritz Holzer (Rolf Nussbaumer), Rosa Holzer (Olivia Meister) und Tochter Regula (Karin Grossenbacher) blüht nun der Tratsch im Dorf über eine angebliche Liebschaft des Bauern auf.
Als dann auch noch ein Inserat in der Zeitung erscheint, in welchem der Bauer einen Hof sucht, der zwei Millionen Franken wert sein darf, sind die Waschliwyber nicht mehr zu bremsen. Die im Raum stehenden Fragen betreffend die angebliche Liebschaft des Bauern und woher er wohl die zwei Millionen Franken für den Kauf eines Hofes habe, wurden bald beantwortet. Es tauchte die seit 20 Jahren in Amerika lebende reiche Schwester Fanny (Rahel Allemann) des Bauern auf. Den Bauernburschen Vinzenz Hasler und schliesslliche Partner der Haushälterin des Bauern spielte Markus Müller. Vroni Sigrist soufflierte; Bethli Müller war für die Requisiten verantwortlich und Marianne Bader und Christine Fankhauser für die Masken.
An beiden Abenden spielte «Edy Live» zu Tanz und Unterhaltung auf. auf.