Nur gerade 23 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger erschienen am Mittwochabend zur Budgetgemeindeversammlung der Einwohnergemeinde Niederbuchsiten. Dies lag wohl daran, dass die Traktandenliste relativ kurz gehalten war und deshalb auch in nur gut einer Stunde abgehandelt werden konnte. Alle Traktanden wurden von den Stimmberechtigten deutlich genehmigt. Einzig bei der Annahme der Jahresrechnung und bei der Statutenänderung der Kreisschule Gäu gab es jeweils eine Enthaltung.

Hohe Nachtragekredite im 2017

Die Jahresrechnung weist keine Auffälligkeiten auf und fällt sehr positiv mit einem Ertragsüberschuss von 126'000 Franken aus, also um rund 42'000 Franken höher, als für das Jahr 2017 budgetiert wurde. Den besseren Abschluss erklärt Finanzverwalterin Ursula Altermatt mit dem positiven Verlauf bei den Steuereingängen. Insgesamt konnten 716'000 Franken mehr Steuern eingenommen werden. Die positive Finanzlage freue die Gemeinderäte. Sie sei Grundlage dafür, den Steuerfuss auch zukünftig beibehalten zu können. «Das Polster ist notwendig, um in schlechteren Jahren mit mehr Ausgaben nicht gleich die Steuern erhöhen zu müssen», erklärte Gemeindepräsident Markus Zeltner.

Durch den Ertragsüberschuss erhöht sich das Eigenkapital auf 3,119 Millionen Franken. Auch die Ergebnisse der Spezialfinanzierungen fallen positiv aus. Die Wasserversorgung weist einen Einnahmenüberschuss von 182'517 Franken aus, die Abwasserversorgung einen solchen von 167'624 Franken und die Abfallentsorgung weist einen Gewinn von 5865 Franken aus.

Nachtragekredite in der Höhe von gesamthaft 95'973 Franken wurden genehmigt. Diese bestehen aus Steuerveranlagungskosten an den Kanton, Löhne von Lehrpersonen, Beiträge an den Zweckverband Sozialregion Thal-Gäu, Einlagen Wertgehalt sowie Wertberichtigungen. 2017 wurden diverse Arbeiten an den Gemeindestrassen fertiggestellt wie etwa die Erschliessung Ziegelfeld oder die Verbindungsstrasse Schulhaus-Ringweg. «Das Verkehrskonzept wird dann im nächsten Jahr mit einem grösseren Brocken anlaufen», so die Finanzverwalterin. Die Investitionen für die Sanierung der Dorfstrasse beliefen sich auf 316'564 Franken. Im Jahr 2018 wird noch ein Restkredit von 573'536 Franken fällig sein. «Wir dürfen uns noch immer an dieser schönen Baustelle mitten im Dorf erfreuen», sagt Altermatt sarkastisch.

Diverse Reglementsänderungen

Einstimmig genehmigt wurde auch der Geschäftsbericht der Elektra Niederbuchsiten (ENI), welcher von Geschäftsleiter Stefan Wobmann vorgestellt wurde. Das Energiegesetz, das anfangs 2017 durch die Schweizer Stimmberechtigten angenommen wurde, werde deutliche Auswirkungen auf das Stromgeschäft haben. Welche Investitionen dadurch anfallen, werde sich im Verlauf der nächsten Jahre zeigen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Erlös aus Energie, Netz und Abgaben aber bereits leicht gesteigert werden, und zwar um knapp 30'000

Franken auf 1,002 Millionen Franken.

Durch das Energiegesetz fielen bei der ENI auch Reglementsänderungen an. Auch andere Statuten erfuhren Änderungen: Die veralteten Statuten des Zweckverbands Kreisschule Gäu wurden neu aufgesetzt. Neu haben die Verbandsgemeinden bei grösseren Investitionen ein Mitspracherecht. Auch wurde Neuendorf als Hauptschulstandort sowie als Sitz definiert. Zusätzlich wurde das Reglement der Feuerungskontrolle aufgelöst. Die Reglemente wurden von den Anwesenden genehmigt und die Versammlung geschlossen.