Kestenholz
Mit Musik aus den Achtzigerjahren begeistert

Die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz spielte in der voll besetzten Mehrzweckhalle zum Jahreskonzert auf.

Edgar Straumann
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Patrick Luethy;Partick Lüthy;

Disco war in der Mehrzweckhalle Kestenholz angesagt. Kein Wunder, dass die Halle zum Bersten voll war, wovon auffallend viele junge Besucherinnen und Besucher. Zwar konnte nicht zu Disco-Musik getanzt werden, sondern die Musikantinnen und Musikanten der Eintracht Kestenholz mit punktueller Verstärkung durch die Konkordia Oberbuchsiten boten Live-Musik, welche die Achtzigerjahre aufleben liessen.

Der Vermerk auf der Einladung: «Denn si mer no jung gsi» schwappte schnell auf die Gäste über, die sich vom Gebotenen tatsächlich anstecken liessen und dabei in Erinnerungen schwelgten.

Beachtliches Leistungsvermögen

Zum Auftakt spielte die Young Concert Band Oensingen-Kestenholz unter der Leitung von Roger Meier. Mit der höchst beachtlichen Anzahl von 38 Mitwirkenden wurde bereits mit der Eröffnungsnummer «Forever Young» von Mario Bürki eine erste Kostprobe des beachtlichen Leistungsvermögens abgeliefert, welche mit «Zorro» bestätigt wurde. Polo Hofers «Kiosk» sei schon beinahe Kult, sagte Roger Meier bei der Ansage der Schlussnummer, bei der es jedoch nicht blieb, denn es wurde energisch eine Zugabe gefordert. Dieser Wunsch wurde mit einer überzeugend vorgetragenen Pop-Nummer selbstverständlich erfüllt.

Mit «In the Stone», für die Band «Earth Wind and Fire» geschrieben und von Gilbert Thinner für Blasmusik arrangiert, und «Gross Creek» aus dem US-amerikanischen Filmdrama aus dem Jahre 1983 zeigte die Musikgesellschaft Eintracht Kestenholz unter der Leitung von Thomas Maritz gleich zu Beginn ihres Konzertes auf, in welcher Stilrichtung das Programm aufgebaut war.

Mit humorvollen Einlagen

Aber nicht nur für musikalische Unterhaltung war bestens gesorgt, sondern auch mit teils humorvollen und auf die Achtzigerjahre abgestimmten Einlagen waren Niklaus Bürgi, Fabienne Jäggi, Laura Sägesser und Julia Bürgi zuständig. Dieses Quartett trug viel zum guten Gelingen des Abends bei und wusste das Publikum auf seine Weise zu begeistern. Natürlich begeisterte auch die «Eintracht» mit weiteren Highlights wie «Sledgehammer» mit dem jazzigen Trompetensolo des Dirigenten und «Only You». Die Leitmelodie zu «Police Academy» von Robert Folk rief eine damalige amerikanische Filmserie in Erinnerung, ehe eine wohlverdiente Pause eingeschaltet wurde.

Frisch gestärkt und in Jeans mit weissen Socken zeitgemäss gekleidet, erfolgte die Wiederaufnahme durch die Eintracht mit dem Medley «80er Kulttour», einem Arrangement von Thiemo Kraas erneut überzeugend. Überzeugend war auch der erste Auftritt der als Special Guest angekündigten Jeannine Wiemann. Stimmgewaltig, diskret vom Orchester begleitet, sang sie «Time After Time» (Milas Devis). Huey Lewis and the News war seinerzeit mit dem Song «Power of Love» erfolgreich. Die Interpretation durch die Kestenholzer rief diesen Erfolg bestens in Erinnerung.

Stürmischen Applaus geerntet

In ihrem zweiten Auftritt «Flashdance What a Feeling» entpuppte sich die Sängerin als echte Rocklady. Als solche begeisterte sie Jung und Alt und erntete stürmischen Applaus. Gleichermassen auch mit der Schlussnummer «Maniac», bei der es wie aufgrund der Reaktionen des begeisterten Publikums nicht anders zu erwarten war, nicht bleiben konnte. Die Zugabe «Can’t stop the Feeling», bekannt durch die Interpretation durch Justin Timberlake, führte wieder in die Gegenwart zurück, fügte sich jedoch bestens ins Programm ein.

Präsident Hanspeter Camenzind dankte abschliessend allen Interpreten auf und hinter der Bühne, welche allesamt zum guten Gelingen einer bemerkenswerten Aufführung beigetragen haben. Man darf gespannt sein, mit welchen Überraschungen bei nächster Gelegenheit gerechnet werden darf.

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