Einmal mehr vermochten die Fridau-Musikantinnen, -Musikanten und ihr Dirigent Erich Hess aus Wolfwil mit ihrem abwechslungsreichen Frühlingskonzert ein erfreulich grosses Publikum zu erfreuen. Willkommen geheissen wurde es von Präsident Kurt Rütti. Fundiert durch das Konzertprogramm führte das Ehrenmitglied Margrith Schmidt.

Eröffnet wurde das Konzert mit der stimmgewaltigen und wunderschönen Hymne «Ode an die Freude» von Ludwig van Beethoven (1770-1827). Sie ist der vierte Satz aus der 9. Sinfonie, einem seiner grossartigsten Werke. Die vom holländischen Komponisten und Arrangeur Alfred Bösendorfer (geb. 1938) geschaffene kompakte Bearbeitung für Blasorchester wurde von dem Musikcorps hervorragend interpretiert und vom Konzertpublikum mit viel Applaus honoriert.

Wettstück für Musiktag gespielt

Das folgende vom französischen Komponisten und Organisten deutsch-belgischer Abstammung César Franck komponierte und von Alfred Bösendörfer arrangierte geistliche Lied «Panis Angelicus» (Engelsbrot) wurde 1264 aus Anlass der Einführung des Hochfestes Fronleichnam durch Papst Urban der IV von Thomas von Aquin für das erste Gebet am Morgen textlich verfasst. Bei seinem anspruchsvollen Werk «Böhmische Skizzen» hat der gebürtige böhmische Komponist Josef Jiskra versucht, «sein Böhmen» mit Blick auf die Geschichte in eigener Tonsprache auszudrücken.

Angefangen hat das Stück mit kräftig-lautstarker Polkamusik und nach einem gefälligen Walzerthema endete es in einem klangmächtigen Finale von besonderer Schönheit. Es ist das Wettstück der «Fridau»-Musikantinnen und -Musikanten für den Regional-Musiktag vom kommenden 28. Mai in Neuendorf.

Danach folgte die zu den bekanntesten Orchesterstücken der Romantischen Musik gehörende «Peer Gynt Suite» (Schauspielmusik) in den vier Sätzen «Morgenstimmung», «Ases Tod», «Anitras Tanz», «In der Halle des Bergkönigs» des norwegischen Pianisten und Komonisten Edward Grieg (1843-1907), arrangiert James Curnow.

Das wunderschöne Piano Concerto «Elvira Madigan» von Wolfgang Amadeus Mozert (1756-1791), arrangiert von Willi Hautvast, beinhaltete wehmütig instrumental-melodisch die bereits dreimal verfilmte Geschichte einer dramatisch mit dem Erschiessungstod beider Liebenden endende grosse Liebe.

Erfrischend und beschwingt

Der zweite und abschliessende Konzertteil war einem beschwingten stimmungs- und temperamentvollen Melodienreigen gewidmet. Angefangen mit der erfrischend-lüpfigen Polka «Rosenduft» des Komponisten Peter Schad. Gefolgt von dem die Ruhe des Waldes erspüren lassenden wunderschönen Walzer «Im stillen Wald» des tschechischen Komponisten und Arrangeurs Ladislav Kubes (1924-1998).

Weiter ging es mit dem rassigen Marsch «Buchster Gruess» des 1947 in Vordemwald geborenen Komponisten und ehemaligen «Fridau»-Musik-Dirigenten Arno Müller. Beendet wurde das Frühlingskonzert 2016 der MG Fridau mit der passenden Polka «Bis bald auf Wiederseh’n» des deutschen Musikers und Komponisten Wenzel Zittner, der niemand anderes gewesen war als der weltberühmte Ernst Mosch (1925-1999), der den Namen Wenzel Zittner teilweise als Pseudonym gebraucht hatte.

Als Dank für den tosenden Applaus des Publikums spielten die Musikantinnen, Musikanten unter ihrem Dirigenten Erich Hess die flotte Polka «Edelweiss und Enzian» des Schweizer Komponisten Jakob Bieri. Traditionsgemäss endete das Konzert definitiv mit dem «Egerchinger Marsch» von Walter Joseph.