Bereits zum 25. Mal lud die Brass Band Matzendorf am Weihnachtstag zum Konzert in die Kirche ein. Mit «Fest Musik der Stadt Wien» von Richard Strauss, in einem Arrangement von Eric Banks, gelang der Band ein fulminanter Start in die Konzertstunde. Herrlich waren die Klänge der Formation unter der Stabführung von Marcel Bossert in der voll besetzten Pfarrkirche. Die wunderbare irische Melodie im Stück «Erin Shore» erzählt die Geschichte eines Mannes, welcher von einer jungen Schönheit träumt, die von England zurück in die Heimat nach Irland kommt.

Gefühlvoll und mit viel Ausdruck spielte die Band «The Call oft the Righteous» von Leslie Condon. Eine spannende und dramatische Komposition mit technischen und musikalischen Herausforderungen, welche die Band souverän meisterte. Bestens bekannt das Weihnachtslied «Es ist ein Ros entsprungen». Basierend auf dieser Melodie kreierte Roland Kernen das Stück «Christmas Variations». Einmal melodiös, dann wieder keck, bot das Stück viel Abwechslung.

Mit Leichtigkeit gespielt

Passend zu Weihnachten die Barockmusik vom französischen Komponisten Jean Joseph Mouret. Wunderbar und mit Leichtigkeit gab die Band «Rondeau» zum Besten. Dann ein legendärer Titel, wer kennt ihn nicht: «Hallelujah» von Leonard Cohen? Ursprünglich geht es um die Geschichte von König David und Batseba. König David hat die Frau seines Hauptmanns Uriah begehrt und mit ihr Ehebruch begangen. Gott hat ihn schwer bestraft. Doch David, der sich seiner Sünde bewusst war, pries Gott dennoch, eben mit diesem Hallelujah. Der Walzer steht in Zentrum der Ouvertüre «La Belle Hélène» von Jaques Offenbach. Die lebendige Musik stellt das zum Teil absurde Benehmen der klassischen Helden dar.

Die wunderbare Walzermelodie ist romantisch. Von der Band wurden diese Emotionen auch so interpretiert und mit viel Hingabe und Gefühl dargeboten. Aus der Feder von Amanda McBroom stammt «The Rose» in welcher es um die Geschichte einer jungen Sängerin geht, die am Ruhm und der Liebe zerbricht. Die Brass Band Matzendorf spielte das Stück mit weichen und warmen Klängen und setzte damit einen wohlklingenden Schlusspunkt des offiziellen Konzertteils.

Nach den Dankesworten und den Wünschen für das kommende Jahr von Bernhard Meister, spielte die Band die Zugabe «La Sera Sper il Lag».