Lauperdorf
Mit dem Konzert «Jura-Park» überwand die Brass Band Frohsinn den Röstigraben

Das Jahreskonzert der Brass Band Frohsinn Laupersdorf unter der Leitung von Heinz Sinniger war mit «Jura-Park» betitelt und dank der Gäste, der Brass Band «La Persévérance de Grandval» aus dem Berner Jura, wurde gar der Röstigraben überwunden.

Rudolf Schnyder
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Die Brass Band Frohsinn Laupersdorf unter der Leitung von Heinz Sinniger zeigte eine solide Leistung. Hr. Aeschbacher

Die Brass Band Frohsinn Laupersdorf unter der Leitung von Heinz Sinniger zeigte eine solide Leistung. Hr. Aeschbacher

HR.Aeschbacher

Eröffnet wurde das Konzert vor zahlreichem Publikum in der Mehrzweckhalle «Kreuzacker» in durch die Brass Band Frohsinn mit dem fulminanten Stück «Jubelklänge» von Ernst Robert Uebel. Es folgte die schöne, langsame Melodie «Flower of Scotland» von Roy M.B. Williamson mit Simon Probst (Horn) als wunderschön intonierenden Solisten.

Am 28. Juni nimmt die Brass Band Frohsinn in der 3. Stärkeklasse am Kantonalen Musikfest in Kriegstetten teil. Seit Mitte Januar arbeiten die Musikantinnen und Musikanten zusammen mit dem Dirigenten Heinz Sinniger am Selbstwahlstück «Silva Carbonaria» vom belgischen Komponisten Roger Derongé.

Sicher und präzise gemeistert

Nun wurde am Jahreskonzert dieses Werk erstmals vor Publikum vorgetragen, wobei die anspruchsvolle Komposition einige solistische Passagen beinhaltet, die von den einzelnen Registern sauber gemeistert werden müssen. Aufgezeigt wurde, dass die Brass Band Frohsinn sich auf gutem Wege befindet und bestimmte Sequenzen sicher, präzise und musikalisch toll meistert. Andererseits ist bis zur ausgefeilten musikalischen Reife noch weitere Feinarbeit vonnöten.

«Die Stücke «Jurassic Park» von John Williams, wo es um Dinosaurier geht, und das volkstümlich angehauchte «Jurablick Polka» von Mario Bürki haben sich bei diesem Konzert geradezu aufgedrängt», berichtete Jasmin Dietschi, die einmal mehr charmant, witzig und sattelfest bei den Angaben zu den einzelnen Kompositionen, durch das Programm führte.

Zwischendurch brillierte sie mit spontanen Flash-Interviews im Saal und so erfuhr man, wie die Besucherinnen und Besucher das Konzert beurteilten und die Resonanz war durchwegs gut, das Konzertprogramm traf den Geschmack des Publikums und das musikalische Niveau war bemerkenswert gut. Mit «Confection for Brass» von Goff Richards beendete die Brass Band Frohsinn ihren Konzertpart.

«Reagge Night» faszinierte Publikum

«La Persévérance bedeutet eigentlich Ausdauer oder Durchhaltevermögen», erklärte Thomas Brunner, Repräsentant der Brass Band Frohsinn, bei der Vorstellung des Gastvereins aus dem Berner Jura.

Der Verein zählt 33 Aktivmitglieder, deren 26 spielten in Laupersdorf, und wird seit 15 Jahren musikalisch von Jean-Daniel Wisard geführt. Auch bildet der Verein im kleinen Dorf mit nur 380 Einwohnern den Nachwuchs selbst aus und dies fiel beim Auftritt in Laupersdorf sofort auf, zählt doch die Brass Band zahlreiche jüngere Mitglieder. Grandval begann mit dem schmissigen Militärmarsch «Marignan» von Jean Daetwyler.

Es folgte der musikalische Höhepunkt von «La Persévérance», nämlich «Flight» von Mario Bürki. Ein Propeller-Flugzeug gerät bei einem Alpenflug in ein Gewitter, kann sich jedoch aus den heftigen Turbulenzen retten.

Mit vielen Geräuschen, sogar mit dem Mund produziert, wurde dies von der Brass Band aus Grandval eindrücklich inszeniert. Nach «La Vità è Bella» von Nicola Piovani und der Film-Musik «The Rock» (Sean Connery) tauchte Grandval mit «Reagge Night» von Jimmy Cliff ins afro-amerikanische Ambiente ein, sehr zur Freude des begeisterten Publikums. Mit «Punch and Judy» von Henry Mancini beschloss Grandval den Gastauftritt.

Gesamtauftritt bildet Höhepunkt

Ein besonderer musikalischer Leckerbissen für das Publikum waren die von den insgesamt 63 Musikantinnen und Musikanten gemeinsam gespielten Stücke «Celebrity» von Mario Bürki und «Marsch des Inf Rgt 13» von Stephan Jaeggi sowie die beiden frenetisch beklatschten Zugaben «Böhmischer Traum» und «Arosa-Marsch».

Bei «Böhmischer Traum» dirigierten die beiden Dirigenten Heinz Sinniger und Jean-Daniel Wisard das imposante Musikkorps auf der Bühne abwechslungsweise und zum Schluss gar gemeinsam, auch dies ein Novum bei einem Konzert.