Laupersdorf
Mit Beatles-Songs auf Mundart überzeugt

Der Männerchor wartet in der Kreuzacker-Halle in Laupersdorf mit vielseitiger Unterhaltung auf. Die Theatergruppe des Chors trat mit einem gelungenen Lustspiel auf.

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Der 13-köpfige Männerchor riss das Publikum mit ihrem Reisefieber-Programm mit.

Der 13-köpfige Männerchor riss das Publikum mit ihrem Reisefieber-Programm mit.

Remo Fröhlicher

Der 13-köpfige Männerchor Laupersdorf unter Leitung von Karel Valter lud das Publikum in der Kreuzacker-Halle bei seinem Konzert zu einer Reise nach New York ein mit Etappenhalten in Frankreich, Spanien und England. Als versierter Reiseleiter und Moderator entpuppte sich der frühere Chorleiter Urs Boner. Er spielte mal auf der Ukulele Melodien zum Reiseprogramm oder legte einen Stepptanz aufs Parkett.

Eröffnet wurde das Konzert mit dem sehr rein gesungenen «Lueget vo Bärge und Tal», gefolgt vom Mani Matters «Zündhölzli». Nächster Halt war Paris mit dem Edith-Piaf-Song «Je ne regrette rien». Rassig gesungen folgte der Paso doble «Eviva España» und das Publikum klatschte begeistert mit. Originell, weil auf Mundart übersetzt, waren «Let it be» («Lo’s lo sy») mit dem Solisten Josef Walpert und «Yellow submarine» bzw. «Immer Sunneschyn». Hier sang das Publikum beim Refrain kräftig mit. Für beide Songs schuf Urs Boner den Mundarttext, Dirigent Karel Valter die musikalische Bearbeitung.

Instrumental begleitet wurde der Chor von Karel Valter (Klavier), Michael Bürgin (Kontrabass) und Luzian Graber (Schlagzeug). Ihr hohes musikalisches Können stellten sie beim Instrumentalstück «Playing Love» von Ennio Morricone unter Beweis. Am Reiseziel New York angelangt, sang der Chor passend «Strangers in the night» und «Theme from New York, New York» als Finale.

Leistung nicht von ungefähr

Der Männerchor Laupersdorf überzeugte einmal mehr mit einer sehr guten Leistung und dies ist das Verdienst des Chorleiters Karel Valter. Es kommt nicht von ungefähr, dass der Chor bei Gesangsfesten in der ganzen Schweiz jeweils mit dem Prädikat «sehr gut» heimkommt. Das begeisterte Publikum forderte natürlich eine Zugabe und der Chor sang auf Rätoromanisch qualitativ hochstehend «Dorma bain».

Schwank löst Lachsalven aus

Die neunköpfige Theatergruppe des Männerchors unter der Regie von Hans Bussmann (Balsthal) brillierte im Lustspiel «Köbelis Sunneschyn» mit Gestik, Mimik und Sprache. Die Charaktere der einzelnen Personen wurden authentisch dargestellt. Das Publikum konnte fast im Minutentakt herzhaft lachen und Regisseur Hans Bussmann baute zwischendurch träfe Sprüche ein.

Der Junggeselle Köbeli Läderach (Paul Meier), der Schuhe flickt, Fenster kittet und Messer schleift, zwei Ziegen, einen Hahn sowie eine Hektare Land besitzt, ist Bewerber bei der TV-Sendung «Bauer sucht Bäuerin» von TV «Sonnenschein». Zudem ist sich Köbeli seines Knechts Chrigel (Thomas Würsten) überdrüssig, weil sich dieser fast nie wäscht und mit dem Schnapsbrenner (Anton Koch) dem Alkohol frönt. Schon bald erscheinen die Fernsehreporterin Manuela von Wil (Andrea Bieli) mit dem Kameramann (Markus Müller) und die etwas naiv wirkende und sonderbar gekleidete erste Heiratskandidatin Vreneli Räbsome (Anett Müller). Sie entspricht jedoch nicht dem Geschmack von Köbeli Läderach.

Die zweite, adrette und arbeitswillige Kandidatin Luzia Häfeli (Nicole Jaus) scheint da schon mehr Chancen zu haben. Doch Köbelis jüngere erbsüchtige und energische Schwester Marei Wildise (Jeannette Walpert), die mit ihrem stotternden, tollpatschig wirkenden Gatten Xafer (Marc Stauffer) erscheint, möchte eine Heirat von Köbeli unbedingt verhindern. Eine geheime Tonbandaufnahme des von allen unterschätzten Xafer entlarvt jedoch Marei und so kommt es zur Musik von «Ewigi Liebi» doch noch zu einen Happy End.

Weitere Aufführung Mittwoch, 26. November, 20 Uhr, Kreuzacker-Halle.

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