Solidaritätsveranstaltung
Mit Ausdauer gegen Krebs: Im Herbst findet in Balsthal der «Relay for Life» statt

Vor 34 Jahren wurde der «Relay for Life» in den USA ins Leben gerufen. Mittlerweile wird die Veranstaltung unter dem Label der «American Cancer Society» weltweit in über 26 Ländern durchgeführt – auch in der Schweiz. Nach der Premiere in Spiez 2017 kommt der «Relay for Life» ins Thal. Am 7. und 8. September findet er in Balsthal statt.

Gülpinar Günes
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OK-Präsident Urs Ackermann (links) und Vizepräsident Stephan Berger.

OK-Präsident Urs Ackermann (links) und Vizepräsident Stephan Berger.

Bruno Kissling

«Relay for Life» bedeutet übersetzt Staffellauf fürs Leben. Es ist eine Solidaritätsveranstaltung zur Unterstützung von Krebsbetroffenen und deren Angehörigen. Wie der Name verrät, handelt es sich beim Anlass um einen Staffellauf. Beim «Relay for Life» erstreckt er sich jedoch über 24 Stunden: Die angemeldeten Teams sammeln im Vorfeld der Veranstaltung im Rahmen von unterschiedlichen Aktionen, wie Kuchenverkäufen oder Sponsorenläufen, Spendengelder für den Notfallfonds der Krebsliga. Über diesen unterstützt sie Krebskranke, die in finanzielle Engpässe geraten. An der Veranstaltung selbst ist während der definierten 24 Stunden jeweils ein Teammitglied unterwegs auf einer der beiden abgesteckten Strecken mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad. Ganz egal ob laufend oder joggend. «Es geht darum, 24 Stunden unterwegs zu sein, nicht aufzugeben und Ausdauer zu beweisen, wie beim Krebs», sagt Urs Ackermann, Präsident des Organisationskomitees des Thaler «Relay for Life». Die sportliche Leistung steht nicht im Vordergrund. Das Ziel des Anlasses sei es, ein Gemeinschaftsgefühl aufzubauen. Das soll Kraft geben, die Krankheit besser zu überstehen.

«Wir haben uns sofort für das Projekt begeistern lassen», sagt OK-Vizepräsident Stephan Berger. Vor einem Jahr fragte ihn die Krebsliga Solothurn an, für den Anlass im September ein Organisationskomitee zusammenzustellen: Aufgrund der idealen Landschaft und der vorhandenen Sport-Infrastruktur im Moos, stand schon damals fest, dass der nächste Schweizer «Relay for Life» in Balsthal stattfinden wird. Seither engagieren sich 13 Mitglieder mit Beteiligung und Unterstützung vom Naturpark Thal, von der Krebsliga Solothurn, vom Turnverein Balsthal und Studenten der FHNW für das Gelingen des «Relays». «Was mich sehr erstaunt ist, dass wir dieses Jahr bei Sponsorenanfragen noch keine Absagen erhalten haben – wir rennen offene Türen ein», sagt Berger. Das Thema betreffe leider jeden. Deshalb hat sich das OK ein hohes Ziel gesetzt: Während beim letzten Lauf in Spiez lediglich 50 Leute teilnahmen, wollen die Thaler bis zum Anmeldeschluss am 15. Juni mit rund 50 Teams über 500 Teilnehmer für den Anlass gewinnen. Interessiert seien bereits diverse Gruppen aus regionalen Turnvereinen, Familien und Sponsoren-Parntern.

Gelegenheit zur Besinnung

Wer nicht mitlaufen aber sich dennoch für den Zweck des Anlasses engagieren möchte, der kann das OK als freiwilliger Helfer unterstützen, spenden oder als Besucher am Rahmenprogramm des 24-Stunden-Laufs teilnehmen. «Es soll eine Art Volksfest geben, woran sich die Leute erinnern werden», erklärt Urs Ackermann. Die Krebsliga werde mit Beratungs- und Informationsständen anwesend sein, um Interessierten und Betroffenen nähere Auskunft über die Angebote der Organisation und über die Krankheit zu geben. Nach dem Start des Laufs um 14 Uhr wird es nebst einem Unterhaltungsangebot für Kinder mit kreativen Workshops und Lama-Spaziergängen regelmässig Auftritte und Konzerte regionaler Bands und Künstler geben, darunter als Highlight der Thaler Mundart-Musiker Simu Fankhauser. Laut Berger wird der Lauf gegen 22 Uhr für die traditionelle Lichterzeremonie unterbrochen, die nach dem Vorbild der «American Cancer Society» durchgeführt wird. «Da wird es etwas besinnlicher. Während der Zeremonie nehmen wir uns Zeit, den Kranken und Verstorbenen zu gedenken», sagt er. Es soll aber keineswegs ein trauriger Anlass werden, fügt Ackermann hinzu. «Es geht beim Anlass um das Leben. Er soll Mut machen und die Gelegenheit zur Besinnung bieten.» Während der Nacht ruht das Programm und geht mit der Checkübergabe und einem «Talk» mit den Botschaftern und Sportlern Heinz Frei und Rahel Frey sowie der Geschäftsführerin der Krebsliga Solothurn Stephanie Affolter und dem OK-Präsidenten Urs Ackermann am nächsten Morgen langsam dem Ende zu.

«Wir sind auf gutem Weg», versichert Ackermann. «Im Moment konzentrieren wir uns aber vor allem darauf, Teams zu akquirieren.» Auch das OK selbst will als Team am zweiten Schweizer «Relay for Life» in Balsthal teilnehmen.

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