Oensingen/Härkingen/Oberbuchsiten

Mit Abstimmungen werden wichtige Weichen gestellt

Georg Schellenberg (SVP), Theodor Hafner (FDP) und Fabian Gloor (CVP)

Georg Schellenberg (SVP), Theodor Hafner (FDP) und Fabian Gloor (CVP)

Spannung pur ist am Sonntag bei drei Urnengängen im Gäu angesagt. In Oensingen geht es um die Wahl des Gemeindepräsidenten, in Härkingen um das Leitbild und in Oberbuchsiten um die Schulraumerweiterung.

Am meisten Aufmerksamkeit dürfte am Sonntag die Gemeindepräsidentenwahl in Oensingen auf sich ziehen. In der Gäuer Metropole geht es darum, wer die Nachfolge von Gemeindepräsident Markus Flury von der FDP antreten soll (wir berichteten mehrfach).
In Flurys Fussstapfen treten möchten Theodor Hafner von der FDP, Fabian Gloor von der CVP und Georg Schellenberg von der SVP.

Dass einer der drei Kandidaten gleich im ersten Anlauf die Wahl schafft, ist eher unwahrscheinlich, zumal das absolute Mehr erreicht werden muss. Am ehesten zugetraut wird dies dem Vernehmen nach CVP-Gemeinderat Fabian Gloor, der offiziell auch von der SP unterstützt wird. Bei den Wahlen 2013 erreichte der 27-Jährige das drittbeste Resultat, seine Partei kam auf einen Stimmenanteil von 24,5 Prozent. Zum Stolperstein werden könnte für Gloor indessen sein junges Alter.

Hilft Hafner die FDP-Stärke?

Mit mehr Lebenserfahrung, allerdings nicht im Gemeinderat, kann Theodor Hafner von der FDP aufwarten. Dennoch ist schwer abschätzbar, wie der 64-jährige Informatiker am Sonntag abschneiden wird, obwohl die Freisinnigen 2013 mit einen Wähleranteil von 36,5 Prozent als stärkste Kraft im Dorf hervorgingen. Ob der politische Neueinsteiger davon profitieren kann oder ob FDP-Abweichler ihre Stimme Gloor geben, wird sich zeigen.

Nicht unterschätzt werden darf SVP-Kandidat und Gemeinderat Georg Schellenberg. Der 76-Jährige erreichte bei den Gemeinderatswahlen 2013 nur gerade 20 Stimmen weniger als Fabian Gloor, seine Partei, die SVP, kam auf einen Wähleranteil von 18,5 Prozent. Als Nachteil könnte sich Schellenbergs Alter erweisen.

Von Interesse wird bei den gleichzeitig in Oensingen stattfindenden Gemeinderatswahlen die künftige Sitzverteilung im Gemeinderat sein. Dies mit Blick darauf, dass ausser Schellenberg und Gloor sämtliche Räte neu gewählt werden. Die FDP verfügt derzeit im Rat über drei Sitze, die CVP über zwei, SVP und SP über je einen Sitz.

Härkingen befindet über Leitbild

Spannung herrscht am Sonntag auch in Härkingen, wo über das neue Leitbild abgestimmt wird. Diese Urnenabstimmung war von Gerhard Studer an der Gemeindeversammlung im Dezember mittels eines erfolgreichen Antrags erzwungen worden. Studer will damit verhindern, dass Härkingen als Standort für eine Regionale Arbeitszone (RAZ) ins Leitbild aufgenommen wird. Zusammen mit einem 30-köpfigen Komitee setzt er sich für die Ablehnung des Leitbildes ein. Befürchtet wird neben einen grossen Landverbrauch auch die Neuansiedlung von weiteren Logistikbetrieben.

Der Gemeinderat Härkingen reagierte auf den vom Komitee im Dorf verteilten Flyer mit einem eigenen Flugblatt. Auf diesem beteuerte der Rat, dass die Gemeinde bei der Einrichtung einer RAZ zu jeder Zeit die Planungshoheit behalte.

Uneinigkeit in Oberbuchsiten

In Oberbuchsiten sollen die Weichen für die Schaffung von neuem Schulraum gestellt werden. Abgestimmt werden kann über eine Teil-Zentralisierung oder über eine komplette Zentralisierung. Der Gemeinderat unterstützt die Variante «Teil-Zentralisierung», bei der Kindergarten und Tagesstruktur im Schulhaus Oberdorf eingerichtet würden, während die Primarschule am Standort Steinmatt angesiedelt wäre.

Eine andere Meinung vertritt das Komitee «Pro Zentralisierung», das eine Zusammenlegung sämtlicher Schulbereiche beim Schulhaus Steinmatt unterstützt. Inzwischen wurden auch Stimmen laut, die für eine doppeltes Nein werben. Alles soll vorerst so bleiben, wie es ist, damit der Gemeinderat ein optimiertes Projekt auf die Beine stellen kann.

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