Röm.-kath. Synode
Mindereinnahmen von bis zu 25 Prozent – Leistungsabbau ist unvermeidlich

Die römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn steht vor drei Problemen: Die hohe Zahl an Kirchenaustritten, die Steuervorlage 17 des Kantons sowie der neue Finanzausgleich für die Kirchgemeinden. All dies führt zu Mindereinnahmen von bis zu 25 Prozent.

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rotz guter Konjunkturaussichten, welche in den nächsten Jahren zu höheren Steuererträgen bei natürlichen und juristischen Personen führen dürften, stellen sich der der römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn drei Problembereiche:

rotz guter Konjunkturaussichten, welche in den nächsten Jahren zu höheren Steuererträgen bei natürlichen und juristischen Personen führen dürften, stellen sich der der römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn drei Problembereiche:

An der Herbstversammlung der römisch-katholischen Synode des Kantons Solothurn in Balsthal standen neben Änderungen der Statuten und der Dienst- und Gehaltsordnung die Finanzen im Vordergrund. Präsident Kurt von Arx begrüsste im Pfarreiheim 78 Stimmberechtigte,

Der Änderung der Statuten, nach der die Vertreter der Solothurnischen Pastoralkonferenz künftig nur noch beratend an der Synodalversammlung teilnehmen werden, erwuchs kein Widerspruch. Alt-Regierungsrat Klaus Fischer, im Synodalrat für Personalfragen zuständig, stellte die Gesamtrevision der Dienst- und Gehaltsordnung (DGO) vor. Mit der Gesamtrevision wird die DGO modernisiert, es werden insbesondere die Stellung der Aushilfen und Teilzeitbeschäftigten, Probezeit, Arbeitszeit und Kündigungsverfahren klarer geregelt. Auch der Stellenplan wurde wegen leichter interner Verschiebungen angepasst. Die Versammlung stimmte der DGO und dem Stellenplan einstimmig zu.

25 Prozent weniger Einnahmen

In die Finanzgeschäfte wurde die Versammlung von Ressortleiter Urs Umbricht eingeführt. Trotz guter Konjunkturaussichten, welche in den nächsten Jahren zu höheren Steuererträgen bei natürlichen und juristischen Personen führen dürften, stellen sich drei Problembereiche: Erstens die Kirchenaustritte, welche im Kanton Solothurn besonders hoch sind. Zweitens die Steuervorlage 17, die auch im Kanton zu einer Steuersenkung für Unternehmen führen wird. Und drittens schliesslich der neue Finanzausgleich für die Kirchgemeinden, welcher 2019 im Kantonsrat beraten und voraussichtlich auf den 1. Januar 2020 eingeführt wird.

Der neue Finanzausgleich ist nicht unbestritten und der Solidaritäts-Ausgleich wird für einige Kirchgemeinden finanzielle Auswirkungen haben. Das Fazit von Umbricht: Auf Kirchgemeinden und Synode kommen Mindereinnahmen von bis zu 25 Prozent zu. Ein gewisser Leistungsabbau werde wohl unvermeidlich sein.

Ausfälle bereits spürbar

Vor diesem Hintergrund genehmigte die Versammlung die Beiträge der Kirchgemeinden sowie das Budget 2019 der Synodalrechnung, das bei einem Umsatz von etwa 2,87 Millionen Franken mit einem Überschuss von 29'000 abschliesst. Die Zahlen bewegen sich im Rahmen der Vorjahre.

Bei der Finanzausgleichsrechnung 2019 fallen die Erträge wegen des Rückgangs der Staatssteuern der juristischen Personen um 515'000 Franken tiefer aus als im Vorjahr. Mit einer Entnahme von 200'000 Franken aus dem Ertragsausgleichsfonds kann diese Rechnung, aus welcher Beiträge an bedürftige Kirchgemeinden, an Fachstellen und an diverse katholische und ökumenische Institutionen bezahlt werden, einigermassen im Gleichgewicht gehalten werden. Die erwartete Deckelung aufgrund des neuen Finanzausgleichs ab 2020 wird hier bereits vorweggenommen. (szr)

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