«Zwischen sechs und sieben Uhr muss das Feuer ausgebrochen sein», erklärt Carlo Della Giacoma direkt vor Ort. Er ist der Architekt und Mitbesitzer des Mehrfamilienhauses und kam sofort zum Brandplatz und suchte nach Lösungen für die betroffenen Mieter. Opfer der Flammen wurden die Abteile der Mieter im Dachstock des Hauses. Ein Übergreifen der Flammen auf die darunter liegenden Wohnungen konnte verhindert werden. Doch vier Wohnungen sind laut der Kantonspolizei Solothurn so stark beschädigt, dass sie über längere Zeit unbewohnbar sein dürften. Die Bewohnerinnen und Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen. 

Auch das Kaninchen gerettet

Das Haus an der Eigasse 25 ist an 14 Mietparteien vermietet. Einige der Anwohner stehen, während die Löscharbeiten im Gang sind, auf dem Parkplatz gegenüber und schauen dem geschäftigen Treiben der Feuerwehr zu. Die Regionalfeuerwehr Untergäu konnte bei der Brandbekämpfung auf die Hilfe der Oltner Kollegen der Stützpunktfeuerwehr zählen.

Einer der Mieter, Besnik Dakaj, wohnt mit seiner Familie im dritten Stock des Gebäudes. Er ist froh, dass das Feuer nicht auf seine Wohnung übergriff. «Die Feuerwehr macht einen richtig guten Job, das Feuer war ziemlich schnell gelöscht», lobt Dakaj die Feuerwehr. Während die Löscharbeiten noch in Gange sind, hofft er darauf, dass in seiner Wohnung nicht allzu viel passiert ist. Diese Hoffnung zerschlägt sich aber kurz darauf, als dunkle Rauchwolken aus den Fenstern seiner Wohnung entweichen.

Die Wohnung von Claudia Lämmle ist direkt vom Brandfall betroffen. «Wir sind froh, dass es nur ein Wasserschaden ist, ein Feuer hätte alle Fotos und andere Erinnerungen zerstört», erklärt Lämmle. Sie sei bereits bei der Arbeit gewesen, als der Anruf kam, dass das Haus in Flammen stehe. Noch vor 9.30 Uhr war klar, dass sie und die Mieter der anderen direkt betroffenen Wohnungen in einer anderen Immobilie der Verwaltung unterkommen werden. «Es ist sehr viel wert, dass dies so schnell geregelt wurde», sagt sie. Und ergänzt lachend, dass selbst ihr Kaninchen keinen Schaden davon getragen habe und nun auf der Terrasse ihrer Wohnung der Dinge harre, die noch kommen mögen.

Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. Diese werde nun untersucht. Der Sachschaden beträgt mehrere 100'000 Franken.