Niederbuchsiten
Mehr Sicherheit, weniger Lärm im Dorf

Die geplante Tempo-30-Zone soll möglichst noch dieses Jahr realisiert werden.

Isabel Hempen
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Im Bereich des Schulhauses soll eine Begegnungszone eingerichtet werden, in welcher maximal 20 km/h gefahren werden darf.

Im Bereich des Schulhauses soll eine Begegnungszone eingerichtet werden, in welcher maximal 20 km/h gefahren werden darf.

Erwin von Arb

Im Dezember vergangenen Jahres hat Niederbuchsiten an der Gemeindeversammlung sein Verkehrskonzept 2017 gutgeheissen. Der Hintergrund: das Wachstum der Gemeinde und die daraus resultierende Verkehrszunahme auf den Gemeindestrassen.

Das Konzept sieht eine Reduktion der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h in den Wohnsiedlungen, eine Begegnungszone mit Tempo 20 im Bereich des Schulhauses sowie zusätzliche Fahrverbote mit Ausnahme von Zubringern, Leichtverkehr und landwirtschaftlichen Fahrzeugen vor.

Der im Dezember gesprochene Ausführungskredit beläuft sich auf einen Betrag von 190 000 Franken. Das Verkehrskonzept wurde in Zusammenarbeit mit der Firma BSB und Partner Oensingen erstellt. Diese hat schon mehrere ähnliche Konzepte geplant und verwirklicht und wird die Gemeinde Niederbuchsiten bei der Umsetzung begleiten.

Realisierung möglichst dieses Jahr

Wann wird das Verkehrskonzept nun realisiert? Ein genauer Zeitplan könne erst erstellt werden, wenn die Genehmigung nach Prüfung des Konzepts durch den Kanton Solothurn erteilt wurde, sagt Mario Baumgartner, zuständiger Gemeinderat für das Ressort Verkehr. «Wir sind zuversichtlich, dass die Umsetzung der verkehrsberuhigenden Massnahmen im dritten und im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen kann», so Baumgartner.

Projektleiter Rolf Riechsteiner von der Firma BSB und Partner Oensingen veranschlagt für die bauliche Umsetzung rund vier Monate. Wenn keine Einsprachen erfolgen, sei diese bis Ende Jahr realisierbar. Realistischerweise rechnet er aber mit einem Baubeginn erst im kommenden Jahr.

Baumgartner erklärt, warum es das neue Verkehrskonzept braucht: «Es geht vorwiegend um die Sicherheit der Leute, insbesondere um jene der Schulkinder, die auf unseren Gemeindestrassen unterwegs sind.» Da der Verkehr immer stärker zunehme, gelte es, Massnahmen zur Erhöhung der Sicherheit auf den Gemeindestrassen zu treffen.

Einen positiven Nebeneffekt einer grossflächig angelegten Tempo-30-Zone sieht Baumgartner zudem in einer reduzierten Lärmbelastung in den Quartieren. Diese würde sich positiv auf die Wohnqualität auswirken. Der Verkehr solle vermehrt von den Wohngebieten auf die Hauptverkehrsachsen geleitet werden, damit der Durchgangsverkehr in den Wohnsiedlungen verhindert wird. Bei geltendem Tempo 30 werde es daher künftig nicht mehr besonders attraktiv sein, durch die Quartiere zu fahren.

Die Wohnsiedlungen werden grob in vier Gebiete unterteilt: Bifängli, Allmend, Im Feld und Hausmatt. Gemäss Baumgartner decken die Tempo-30-Zone und die Fahrverbote mit Ausnahme von Zubringern, Leichtverkehr und landwirtschaftlichen Fahrzeugen etwa 70 bis 80 Prozent der Gemeindestrassen des besiedelten Gebiets von Niederbuchsiten ab.

Bei jedem Eingangs- und Ausgangspunkt der geplanten 30er-Zonen werde zudem wie vorgeschrieben ein Tempo-30-Schild oder dessen Aufhebung und eine Markierung am Boden angebracht. Unübersichtliche Verkehrspunkte auf den Gemeindestrassen und Einmündungen auf die Kantonsstrassen würden mit zusätzlichen Massnahmen wie Sichtspiegeln oder Bodenmarkierungen versehen.