Gäu
Mehr Infos verlangt zu Schulraumplanung

Der Vorstand der Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu will von der Kreisschule Gäu weitere Abklärungen in Sachen Schulraumplanung. Die Gemeinden befürchteten, dass sie finanziell überstrapaziert würden mit dem Zentralisierungsprojekt in Neuendorf.

Willy Dollinger
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Hanspeter Aebischer Ist ehemaliger Schuldirektor der Kreisschule Gäu. Er hat in Egerkingen politische Erfahrung gesammelt und hat ein grosses Netzwerk, das ihm bei der Koordination vieler Aufgaben hilft. Deshalb schlägt der Verein Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu ihn als neuen Koordinator vor.

Hanspeter Aebischer Ist ehemaliger Schuldirektor der Kreisschule Gäu. Er hat in Egerkingen politische Erfahrung gesammelt und hat ein grosses Netzwerk, das ihm bei der Koordination vieler Aufgaben hilft. Deshalb schlägt der Verein Gemeindepräsidentenkonferenz Gäu ihn als neuen Koordinator vor.

Bereits vor Jahresfrist wurden die Gäuer Gemeindepräsidenten (GPG) über die Absicht der Kreisschule Gäu (KSG), die Schule in Neuendorf zu konzentrieren, orientiert. Nach einem Gedankenaustausch im Januar dieses Jahres formulierte der GPG-Vorstand seine Vorstellungen über das weitere Vorgehen. Grundsätzlich wird der Bedarf für weitere Schulräume anerkannt. Die Erwartung, dass laufende Mietverhältnisse möglicherweise wegen Eigenbedarf aufgekündigt werden müssen, könnte den Handlungsbedarf sogar beschleunigen.

Weitere Abklärungen verlangt

Der KSG-Vorstand präsentierte Projekt-Ideen, die neben den notwendigen Schul-zimmern als ergänzende Module unter anderem ein Hallenbad, Mensa und eine Autoeinstellhalle zur Diskussion stellen. Gerade diese gaben denn auch zu reden und liessen im GPG-Vorstand die Befürchtung aufkommen, die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden könnten überstrapaziert werden, wenn die unerlässlichen und alle wünschbaren Module in das künftige Projekt einfliessen würden. Bevor weitere Planungsschritte eingeleitet werden, sollen deshalb durch die KSG weitere Abklärungen getroffen werden. So wird verlangt, dass in einer Analyse Auskunft über die Schulraum-Situation und Bewirtschaftungen im Verbandsgebiet des Schulkreises erteilt wird. Zudem sollen die Auswirkungen des Lehrplanes 21 aufgezeigt werden. Schlussendlich soll die bereinigte Schulraum-Strategie den Verbandsgemeinden zur Vernehmlassung unterbreitet werden. Dass damit ein Zusatzaufwand betrieben wird, ist dem GPG-Vorstand klar. Er erachtet diesen aber angesichts der Bedeutung dieses bedeutenden Zukunftsprojekts als angebracht und zeitlich vertretbar.

Neuer Leistungsauftrag für Spitex

Die der Spitex Gäu angeschlossenen Ge-meinden haben die aktuell geltenden Leis-tungsaufträge per Ende 2018 gekündigt. Ab 1. Januar 2019 sollen für die Grundleistungen neue Aufträge erteilt werden. Diese werden sich nach dem vom Verband der Solothurner Einwohnergemeinden (VSEG) in Zusammenarbeiten mit dem kantonalen Spitexverband vorbereiteten Musterleistungsvertrag richten und nur noch jene Leistungen enthalten, welche nach Gesetz den Gemeinden zu übertragen sind. In seinen Grundzügen soll der neue Auftrag für alle der Spitex angeschlossenen Gemeinden gelten. Jede Gemeinde kann jedoch weitere Leistungen der Spitex bestellen und deren Abgeltung regeln. Nach der Sommerpause wird das Grundleistungsangebot im Kreis der Spitex-Gemeinden definiert und danach werden die Verhandlungen mit der Spitex Gäu aufgenommen. Berücksichtigt werden sollen die vom Regierungsrat in die Vernehmlassung gegebenen Höchsttaxen und die Restfinanzierung durch die Gemeinden. Letztere dürften gegenüber den heute geltenden, pauschalen Gemeindebeträge und den Defizitgarantien deutlich tiefer ausfallen.

Neuer Koordinator im Verein GPG

Nachdem er während 10 Jahren als Koordinator für den Verein GPG tätig war, legt Willy Dollinger sein Mandat auf Mitte September 2017 nieder. Der Mitgliederversammlung vom 17. September 2017 wird als Nachfolger nun Hanspeter Aebischer aus Egerkingen zur Wahl vorgeschlagen (siehe Text links).