Welschenrohr
Mehr Eigenkapital im Rosinlital

Ein erfolgreiches Jahr für Welschenrohr mit fast einer halben Million Franken Ertragsüberschuss, wie bei der Rechnungsgemeinde bilanziert werden.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Die Gemeinde Welschenrohr hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet (im Bild das Dorfzentrum).

Die Gemeinde Welschenrohr hat im vergangenen Jahr gut gewirtschaftet (im Bild das Dorfzentrum).

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«Es ist eine Tatsache: Auch in den kommenden Jahren wird Welschenrohr weiterhin am Finanzausgleich hängen», meinte Gemeindepräsident Stefan Schneider zu Beginn der Rechnungsgemeindeversammlung. Aber man habe gut gearbeitet, so Schneider: «Wir können ihnen heute Abend einen erfreulichen Ertragsüberschuss präsentieren».

Zwanzig Stimmberechtigte folgten den Ausführungen des Gemeindepräsidenten, der Gemeindeverwalterin Daniela Altermatt und Beat Allemann, dem Fiko-Präsidenten und stimmten allen Anträgen des Gemeinderates ohne Gegenstimmen zu. Zunächst genehmigten die Stimmberechtigten diverse Nachtragskredite, die für Lehrerbesoldungen HPS, Hausanschlüsse für die Wasserversorgung und ein neues Konto «Pauschalwertberichtigung auf Forderungen» nötig wurden. 128 000 Franken wurden so bewilligt. Nach dem neuen Rechnungsmodell HRM2 ergaben sich auch für Welschenrohr Neubewertungen der Liegenschaften, die in einem Saldo von 821 000 Franken resultieren.

Nachdenken übers Wasser

Gemeindeverwalterin Daniela Altermatt führte dann einige Details der Gemeinderechnung aus. Welschenrohr kann 2016 einen Gesamtertrag von 6,1 Mio Franken ausweisen. Budgetiert waren 5,7 Mio. Franken und ein Aufwandüberschuss von 29 800 Franken. Dank besserem Ertrag im Finanzausgleich, bei den Lehrerbesoldungen und weniger Ausgaben als budgetiert bei Spitex und Sozialkosten wurde ein Ertragsüberschuss von 434 000 Franken erreicht. Diese Summe wird – wie vom Gemeinderat beantragt – dem Eigenkapital der Gemeinde zugeführt. Bei den Spezialfinanzierungen ist insbesondere die Wasserrechnung zu erwähnen, die mit einem Minusergebnis von gut 53 000 Franken abschliesst.

Speziell in diesem Bereich müsse wohl in den kommenden Jahren Anpassungen gemacht werden, meinte Fiko-Präsident Beat Allemann. Er machte weiter führende Angaben über den Finanzplan der Gemeinde bis 2022. Ein namhafter Beitrag müsse mittelfristig sicher für die Ortsplanrevision eingesetzt werden, so Allemann.

Auch für die Sanierung der Dünnernbrücke bei der ARA, sowie für die Steuerung der Wasserversorgung mit Gänsbrunnen sind Positionen vorgesehen. «Allerdings müssen wir uns in dieser Hinsicht mit Gänsbrunnen noch absprechen», sagte Allemann. Auch zum Steuerfuss von Welschenrohr äusserte er sich. Man könne für 2018 von 125, statt denjenigen von 129 Prozentpunkten für 2017 ausgehen. «Wenn wir es auch schaffen, wieder mehr Leute ins Dorf zu holen, steigt auch der Steuerertrag».

Leistungen an Dritte bezahlen

Schliesslich verabschiedete die Gemeindeversammlung noch das überarbeitete Gebührenreglement, in welchem nun Leistungen an Dritte differenzierter geregelt werden.
Gemeindepräsident Stefan Schneider bedankte sich bei allen für das rege Mitmachen und Mitarbeiten in der Gemeinde. «Es war dieses Jahr viel Arbeit und wir haben viel bewegt.» Besonders gefreut habe ihn ein überraschendes Votum aus dem Gemeinderat. Dies sei eines der besten Jahre in der Gemeindearbeit gewesen, wurde ihm gesagt. Schneiders spezieller Dank ging an seine beiden «Kadermitarbeiterinnen» Daniela Altermatt und Gemeindeschreiberin Beatrice Fink, auf die er stets zählen könne.