Leistung
Matzendorf übernimmt weiterhin Wegpauschale für Spitex-Besuche

Die Wegpauschale für Spitex-Besuche wird weiter von der Gemeinde Matzendorf getragen. Würde diese Leistung gestrichen, könnten jährlich 14 695 Franken eingespart werden. Der Rat sprach sich aus ethischen Gründen dagegen aus.

Jenny Frey
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Spitex-Besuche werden in Matzendorf für Leistungsempfänger nicht teurer.

Spitex-Besuche werden in Matzendorf für Leistungsempfänger nicht teurer.

zvg

Im Gemeinderat wurde die Frage diskutiert, ob die Gemeinde Matzendorf weiterhin die Wegkosten für Spitexleistungen übernehmen soll. Dabei wurde auch über die Tragweite gersprochen, die ein derartiger Entscheid aus sozialer Sicht haben könnte.

Gemäss einem Merkblatt des kantonalen Amtes für soziale Sicherheit (ASO) ist es nämlich neu zulässig, zusätzlich zur Verrechnung der Pflegeleistungen im Rahmen der ambulanten Pflege auch die Wegkosten separat in Rechnung zu stellen. Für die Kundinnen und Kunden der Spitex bedeutet dies konkret, dass sie eine Wegpauschale von 6 Franken pro Tag und Einsatz zusätzlich selber berappen müssten.

Rat sprach einstimmig dagegen aus

Diese Verrechnungspraxis würde aber im Gegenzug die Möglichkeit eröffnen, die Gemeinderechnung etwas aufzubessern. Dies ist denn auch das Hauptargument für die Änderung der bisherigen Praxis, wie sie andere Gemeinden bereits beschlossen haben. Für die Gemeinde Matzendorf würde dies jährlich ein Sparpotenzial von rund 14 695 Franken bedeuten. Der Gemeinderat ist aber geschlossen der Ansicht, dass damit am falschen Ort gespart würde. Aus ethischen Gesichtspunkten sei dies nicht vertretbar. Somit wird die bisherige Praxis nicht geändert, die Wegkosten für Spitexleistungen werden weiterhin von der Gemeinde übernommen.

Das Projekt «Räumliches Leitbild» schreitet voran. Bereits am 22. August findet von 8 bis 12 Uhr im Pfarreiheim der erste von drei Workshops statt. Der gesamte Gemeinderat, Gastreferent Markus Schüpbach und diverse andere Helferinnen und Helfer laden die Dorfbevölkerung ein, möglichst zahlreich an diesem Workshop teilzunehmen. Schliesslich geht es darum, die Weichen für die Entwicklung der Gemeinde Matzendorf in den Kernpunkten festzulegen.

Nur um das Thema «verdichtetes Bauen» wird erörtert, sondern auch die Entwicklung des Verkehrs, der Industrie, der Kultur sowie anderes mehr. Aus dem räumlichen Leitbild soll zu einem späteren Zeitpunkt der Ortsplan entstehen, welcher wiederum im Einklang mit dem Kantonalen Richtplan stehen muss. Dieser wird zur Zeit überarbeitet, die Vernehmlassung läuft momentan. Die Unterlagen liegen auf der Gemeindekanzlei öffentlich auf und können von der Bevölkerung noch bis zum 30. Oktober 2015 eingesehen werden.

Dränageleitungen werden saniert

Die Kommission Werk- und Wasser hat dieses Jahr noch einiges vor. Unter anderem müssen Bestandesaufnahmen und Sanierungskonzepte erstellt werden. Einerseits für die Sanierung der Dränageleitungen sowie andererseits für die Flurwege. Die Leitungen sind zum Teil sehr alt und noch nie gespült worden. Dies soll sich nun ändern. Eine Bestandesaufnahme ist dafür ein einem ersten Schritt notwendig, denn es handelt sich immerhin um rund 50 Kilometer Hauptleitungen. Ohne klares Konzept darf auch nicht mit Subventionen vom Amt für Landwirtschaft gerechnet werden. Genaue Vorabklärungen haben zudem den Vorteil, dass die zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommene Sanierung unter optimalen Bedingungen durchgeführt werden kann.

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