Matzendorf
Neue Ausstellung im Keramikmuseum: Die Werke von Beat Naef sind naturnah

Auf den Thaler Kulturtag hin organisieren die Freunde der Matzendorfer Keramik im Museum eine neue Ausstellung. Beat Naef-Daenzer zeigt darin nebst Schalen, Vasen und Geschirr auch figürliche Arbeiten.

Rahel Bühler
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Keramiker Beat Naef-Daenzer zeigt im Keramikmuseum Matzendorf seine Arbeiten.

Keramiker Beat Naef-Daenzer zeigt im Keramikmuseum Matzendorf seine Arbeiten.

Walter Schmid

Der Keramiker Beat Naef-Daenzer zeigt in der neuen Ausstellung im Keramikmuseum Matzendorf nebst Schalen, Vasen und Geschirren auch figürliche Arbeiten. Er arbeitet oft mit lokalem Ton, den er in der Nähe von Sempach entdeckt, wo er wohnt. Auch Glasuren stellt er aus selbst gesuchtem Material her und experimentiert mit Mineralien und Erzen aus den Bündner Bergen. Oft brennt er seine Kunstwerke im Grubenbrand, in einem Feuer im Erdreich, wie das vor Jahrhunderten bereits gemacht wurde. Ein solcher Grubenbrand ist übers Wochenende anlässlich des Thaler Kulturtages beim Keramikmuseum in Betrieb.

Fünfzig Jahre Erfahrung in der Vogel- und Keramikwelt

Beat Naef-Daenzer war als Wildtierbiologe in der Vogelwarte Sempach tätig, arbeitete an Forschungsprojekten mit und verfasste viele Publikationen über die Vogelwelt. Daneben eignete er sich Sachkenntnis und praktische Fähigkeiten im Keramikfach an. Die selbst gebaute Töpferscheibe diente ihm 40 Jahre lang einwandfrei.

«Seit meiner Pensionierung vor vier Jahren arbeite ich nun doch mit einem modernen Gerät»,

erklärte der Künstler mit Genugtuung. Seither setzt er vermehrt auf seine künstlerische Arbeit und befasst sich auch mit figürlichen Arbeiten. In Gruppenausstellungen und auf Märkten präsentierte er seine Werke, bis Corona auch ihm eine Pause aufzwang. Nun sind seine Werke in Matzendorf zu sehen.

Bis 26. 9. Vernissage : 11. 9., 17 Uhr. Es spricht Jutta Meier.

Das ist das Programm des Kulturtags Thal 2021

  • In verschiedenen Thaler Gemeinden gibt es am Sonntag, 12. September, von 10 bis 17 Uhr kulturelle Angebote zu geniessen. Alle Orte können mit dem regulären Postauto-Kurs zwischen Balsthal – Gänsbrunnen, Balsthal – Ramiswil und Balsthal – Holderbank angefahren werden und sind für Kulturtag-Besucher gratis.
  • In Balsthal kann das Depot der OeBB mit vielfältigem Rollmaterial besichtigt werden. Jeweils um 10.12, 11.12, 14.12 und 15.12 kann an einer Sonderfahrt teilgenommen werden. Verpflegung gibt es an einem Verpflegungsstand. In der Galerie Rössli ist derzeit eine Ausstellung mit Arbeiten von Monika Feucht zu sehen. Um 14 Uhr findet ein Gespräch mit der Künstlerin statt. Das Heimatmuseum auf der Kluser Burg Alt Falkenstein ist von 11 bis 15 Uhr mit Führungen zu erleben. Von 13.30 bis 16 Uhr gibt es Minnegesang der Oltner «Mittelalter Spiellüt» zu hören. Bei Bedarf kann ab Bahnhof Balsthal ein Zubringerbus (079 664 36 089) gerufen werden. Das Museum BalsThal in der Goldgasse zeigt die Sonderausstellung «Balsthaler Feuerwehr».  
  • In Holderbank zeigen Kultur Holderbank und der Natur- und Verschönerungsverein einen im Jahr 1974 entstandenen Super-8-Film über den Bau der Aussichtsplattform auf dem Talflüehli im Gemeindesaal.
  • In Mümliswil-Ramiswil steht in der Mühle Ramiswil «Altes Handwerk» im Zentrum. Es kann beim Brotbacken und beim Korben zugeschaut werden. In einem Film ist der letzte Müller Otto Häfeli bei der Arbeit in der Mühle zu beobachten. Kinder können beim Lamatrekking mit Christoph Kohler mitmachen. Im Museum HaarundKamm ist die neue Sonderausstellung «Handel im Wandel – Kämme für die Welt» zu sehen.
  • In Matzendorf ist im Keramikmuseum die neue Ausstellung mit Arbeiten von Beat Naef-Daen­zer zu sehen. Ab 10 Uhr kann Naef beim Grubenbrand beobachtet werden.
  • In Aedermannsdorf wurde unter der Leitung von Künstler Sammy Deichmann der Löwenplatz mit Jugendlichen zu einem Platz der Begegnung umgestaltet. Der neue Platz wird am Kulturtag eingeweiht. Von 10 bis 17 Uhr gibt es Spiele für Kinder und Jugendliche; um 11.30 Uhr finden musikalische Auftritte von lokalen Musikern statt.
  • In Welschenrohr zeigt das Museum Uhrundzeit verschiedene Instrumente zum Thema Geoastronomie und seiner Geschichte. Die KultUhrFabrik zeigt eine Ausstellung mit Recycling-Kunst. Während eines Jahres haben die Welschenrohrer Einwohner gebrauchtes Plastikmaterial zu Mona Curkovic gebracht, welche daraus vielfältige Maschinen gebaut hat. Mittels einer Spritzgussanlage können Besucher auch selbst ein recyceltes Plastikkunstwerk herstellen. Für Besucherinnen und Besucher geöffnet ist ebenfalls die Lochmühle.
  • Es gelten die jeweiligen Covid-Bestimmungen der Veranstalter. (frb)

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