Vorstudie in Auftrag

Massnahmen sollen Dünnern hochwassersicherer und natürlicher machen

Die Dünnernsanierung wird zusammen mit dem A1-Sechsspur-Ausbau geplant.

Die Dünnernsanierung wird zusammen mit dem A1-Sechsspur-Ausbau geplant.

Die Dünnern zwischen Oensingen und Oberbuchsiten soll hochwassersicher werden und gleichzeitig mehr Naturwert erhalten. Das Amt für Umwelt hat eine Vorstudie in Auftrag gegeben, die zugleich bauliche Schnittstellen zum geplanten Ausbau der A1 klären soll.

Rund 80 Jahre alt sind die Schutzbauten der Dünnern, und teilweise in einem desolaten Zustand. Seit 2012 besteht ein Konzept, um den Verlauf des Flusses zu sanieren. Wichtigste Punkte dabei: der Hochwasserschutz und Aufwertungsmassnahmen im Bereich der Ökologie. Nun wird der Flusslauf zwischen Oensingen und Oberbuchsiten in einer Vorstudie überprüft.

Dies vor allem auch im Zusammenhang mit dem Ausbau der A1 auf sechs Fahrspuren. Die neusten Gefahrenkarten von Ende 2015 zeigen deutlich, dass die Dünnern auf ihrem gesamten Verlauf durch das Gäu bis nach Olten bei Hochwasser eine erhebliche Gefahr darstellt.

Dies ist der dringlichste Punkt und soll einhergehen mit einer Revitalisierung. Roger Dürrenmatt von der Abteilung Wasserbau vom Amt für Umwelt stellt sich Rückhalteräume unterhalb von Oensingen vor, um Wassermassen im Bedarfsfall auszuleiten und so den Druck bei einem Jahrhunderthochwasser verringern.

Diese Rückhalteräume können aber nur im Zusammenspiel mit der Planung der A1 angedacht werden. Deshalb benennt Dürrenmatt den Zeitraum für den Baubeginn der Massnahmen auf frühsten 2022. Die Vorstudie, welche in Zusammenarbeit mit Vertretern der Dünnernanrainergemeinden, Landwirtschaft, Umweltverbänden sowie weiteren Betroffenen ausgearbeitet wird, soll bis Ende 2016 stehen.

Revitalisierung an zweiter Stelle

Neben dem Hochwasserschutz soll auch das Defizit an ökologischer Funktion verringert werden. Ähnliche Massnahmen wie im Zuge der ERO zwischen Wangen und Olten gemacht wurden, stellt sich Dürrenmatt denn auch für den oberen Dünnernlauf vor. «Es ist aber weit weniger Platz vorhanden», gibt er zu bedenken.

Trotzdem soll mit sinnvollen Mitteln ein Maximum an Revitalisierung erreicht werden. Dies gehe nicht, ohne dass der Flussverlauf an geeigneten Stellen verbreitert wird. Was wohl unweigerlich zu Landverlust führen werde.

Zusätzlich sollen querende Elemente, die es den Fischen erschweren die Dünnern als Lebensraum zu nutzen, abgebaut werden. Und auch Ufererhöhungen sind angedacht um die Aufwertungsmassnahmen mit dem Hochwasserschutz zu verbinden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1