Ganze 13 Stimmberechtigte konnte Gemeindepräsident Bruno Born an der Rechnungsgemeindeversammlung begrüssen. Hauptpunkt war die Verwaltungsrechnung 2013. Diese schliesst mit einem erfreulichen Ertragsüberschuss von 176 681 Franken ab.

Im Voranschlag 2013 war ein Aufwandüberschuss von 104 807 Franken vorgesehen. Die grosse Abweichung führt zum einen auf einen massiv höheren Ertrag von 193 000 Franken an Steuernachtaxationen zurück. Von der alten Spitexorganisation wurde das damalige Anfangskapital in der Höhe von 96 500 Franken zurückbezahlt.

Dann wurde aufgrund eines Systemwechsels beim Kanton die Subvention für den Kindergartenlohn von zwei Jahren verbucht, was zusätzliche 38 000 Franken einbrachte, und beim Beitrag an die Ergänzungsleistung kam der Kanton den Gemeinden entgegen, wobei der Anteil von Aedermannsdorf um 28 700 Franken tiefer ausfiel.

Forstrechnung ebenfalls positiv

Die Spezialfinanzierung bei der Wasserversorgung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 17 123 Franken, diejenige der Abwasserversorgung mit 4446 Franken ab. Die Abfallrechnung weist ein Defizit von 12 815 aus, wobei die Kehrichtgebühren bereits für dieses Jahr erhöht worden sind. Die Forstrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von 114 636 Franken ab.

Auf der anderen Seite waren auch einige Nachtragskredite zu genehmigen, nämlich 39 143 Franken an die Musikschule, 22 000 Franken an die Integration von Kindern in der Schule, 40 231 an die neue Spitexorganisation sowie 28 763 Franken an den Lastenausgleich der Pflegefinanzierung. Zudem wurde der Delkrederebetrag für gefährdete Steuerguthaben um 36 980 Franken erhöht. Diese Nachtragskredite wurden einstimmig genehmigt.

Verzögerung bei Wasserverbund

Investiert wurden bescheidene 23 473 Franken, nämlich 8637 an die amtliche Vermessung sowie 14 836 Franken bei der Wasserversorgung. Der Gemeinderat beantragte der Versammlung, die Verwaltungsrechnung 2013 samt Investitionsrechnung zu genehmigen und den Ertragsüberschuss von 176 681 als zusätzliche Abschreibungen zu verwenden. Diesem Begehren kamen die anwesenden Stimmberechtigten einstimmig nach.

Als zweites Traktandum stand die Revision der Statuten der Kreisschule Thal auf der Liste. Diese wurde vom Vorstand schon vor längerer Zeit auf den neusten Stand gebracht. Die Erneuerung sieht vor, dass Vorstand und Delegiertenversammlung eine Finanzkompetenz von neu 200 000 Franken pro nicht budgetiertes Sachgeschäft erhält und bei jährlich wiederkehrenden Ausgaben 20 000 Franken.

Dies ist notwendig, um bei Bedarf eine zusätzliche Klasse einzuteilen, wenn die Kinderzahlen diese verlangen. Auch die Statuten der Kreisschule Thal wurden ohne Gegenstimme genehmigt.

Bruno Born informierte über den geplanten Wasserverbund mit den Gemeinden Matzendorf und Herbetswil, welcher infolge Verzögerungen nicht mehr in diesem Jahr realisiert werden kann. Die für dieses Jahr geplante Teilerschliessung der Lörenmatt wird nach den Sommerferien in Angriff genommen, dort gab es Einsprachen, welche aber nun alle bereinigt sind.

Einstehen für Finanzausgleich

Da einige Gemeinden das Referendum gegen den auf 2016 geplanten neuen Finanzausgleich ergriffen haben, kommt es zu einer Volksabstimmung, wahrscheinlich noch in diesem Herbst. Der Gemeindepräsident betont, wie wichtig der neue Finanzausgleich insbesondere für die Thaler Gemeinden ist, und setzt mit seinen Amtskollegen alles daran, dass dieser planmässig eingeführt werden kann. (rfa)