Spezialeinsatz
Mann verschanzt sich mit seiner Mutter in Egerkingen – Sondereinheit verhaftet ihn

Ein Mann hielt seine psychisch kranke Mutter in seinem Haus fest. Die Polizei musste sich mit einem Rammbock Zutritt verschaffen und konnte den 57-Jährigen nach vier Stunden abführen.

Nadia Chamakhe
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Unter lautstarkem Protest wurde am Samstagabend ein 57-Jähriger von der Sondereinheit der Kantonspolizei Solothurn in Gewahrsam genommen. Laut Andreas Mock, Chef Mediendienst der Kapo Solothurn, wurde dabei niemand verletzt. Nach dem Vorfall wird H.J.* nun medizinisch betreut.

Der in Egerkingen wohnhafte H.J. hatte sich mit seiner pflegebedürftigen Mutter in seinem Haus verschanzt und konnte erst mit dem Einsatz eines Rammbocks aus dem Haus geholt werden, wie Tele M1 berichtet.

Den Nachbarn ist der Mann bereits bekannt. Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass er von der Polizei abgeführt wurde, wie ein Nachbar berichtet. Weiter habe der 57-Jährige seine Nachbarn schon seit über 20 Jahren terrorisiert. Sie hätten unter Beschimpfungen, Sachbeschädigungen und Androhungen von Schlägen gelitten.

Ein anderer Nachbar, dem die Haushälfte neben H.J. gehört, ist Hauptleidtragender und will schon seit mehreren Jahren seinen Hausteil verkaufen – erfolglos. Er traue sich schon kaum vor die Haustüre und trage immer einen Pfefferspray bei sich.

H.J. gilt als Querulant und ist auch der Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi bekannt, doch ihr seien die Hände gebunden. Bei Nachbarstreitigkeiten, die über das Zivilrecht ausgetragen werden, müsse Privatklage eingereicht werden und die Gemeinde dürfe sich nicht einmischen.

Name der Redaktion bekannt