Inauguration

Live beim «speziellen Event» dabei: Balsthaler Fürobebeck reiste zur Amtseinsetzung Trumps nach Washington

Alexander Häner, der Balsthaler Fürobebeck, war bei Donald Trumps Inauguration dabei. Weil ihm die Veranstaltung bei Barack Obama vor 8 Jahren so gut gefiel, beschloss er auch in diesem Jahr wieder dabei zu sein.

Alexander Häner, Inhaber und Betreiber des Fürobebecks in Balsthal, war am Freitag bei der Amtseinsetzung von Donald Trump in Washington DC vor Ort.

Häner erklärte dazu: «Als Obama vor neun Jahren im Wahlkampf wie ein Stern aufgegangen war, wollte ich ihn schon in Berlin sprechen hören, was mir nicht gelang. Also wollte ich bei seiner Amtseinsetzung mit dabei sein.»

Kurz entschlossen, innert Tagen, plante Häner vor acht Jahren den Trip nach Washington DC. «Ich hatte nur den Flug nach New York City. Keinen Anschluss weder mit Auto, Zug noch Flugzeug. Alles war ausgebucht. In Washington kein Hotel. Ich ging trotzdem. Konnte vor Ort noch ein Auto organisieren.» Alles lief sehr gut. Häner sah Bush mit Gefolge vorbeifahren, er sah Obama, als er vom Weissen Haus zum Capitol und nach der Vereidigung wieder zurückfuhr.

Keine politisch motivierte Reise

«So kam es, dass ich im Herbst beschloss, egal ob Clinton oder Trump: Ich werde wieder versuchen da zu sein. Live. Zusammen mit Hunderttausenden von Menschen. Nicht, weil ich Trump und seine Ideen gut finde. Sondern, weil es diesen Anlass alle vier Jahre gibt.»

Doch Häner hat auch erfahren, dass viele Leute, denen er von seinem erneuten Vorhaben berichtete, glaubten, er unterstütze Trump. Er betont: «Meine Reise ist absolut nicht politisch motiviert, und ich mache sie einzig und alleine, weil ich live bei diesem sehr speziellen Event dabei sein möchte.» Es gehe um das Geniessen des Moments, der Ambiance und das Drumherum. «Und weil es um die Amtseinsetzung des mächtigsten Mannes der Welt geht. Ich wäre auch bei der mächtigsten Frau der Welt dabei gewesen.»

Und so kam es nun, dass Häner am vergangenen Mittwoch die Reise nach Washington DC antrat. Jetzt etwas besser im Vorfeld organisiert – mit Automiete und Hotelreservation. Doch diesmal wurde das Ereignis ein ganz anders, erzählte er am Telefon vorgestern Samstag.

«94 Prozent waren für Clinton»

«Die Stimmung bei dieser Amtseinsetzung war grundsätzlich anders. Es gab ja sehr viele Demonstrationen, vor allem in der Innenstadt von Washington DC. Das Polizeiaufgebot war enorm, und jeder, der sich in die Zuschauerreihen einordnete, wurde gefilzt wie im Flughafen. Mir hat man beispielsweise meinen Schirm abgenommen, Getränke wurden immer gleich konfisziert.» Trotzdem sei die Stimmung mit den Paraden und Musikkapellen einigermassen festlich gewesen.

«Ich habe aber auch einige Pöbeleien miterlebt. Besonders Leute, die festlich gekleidet zu einem der vielen Galadinners unterwegs waren, mussten sich einiges anhören lassen. Und es gab Leute, die mit Protestplakaten unterwegs waren.» Man müsse wissen, erklärte Häner weiter, dass Washington DC eine Hochburg der Demokraten sei. «94 Prozent der Stimmenden hier haben Clinton gewählt.» Das erklärt auch einiges zur Stimmung in der Stadt.

Blasen an den Füssen

Es war diesmal also keine so positive Erfahrung mehr für den Balsthaler, wie das vor acht Jahren der Fall war. «Obwohl ich mir extra gute, warme Schuhe gekauft habe, habe ich Blasen bekommen, von den vielen Zusatz-Kilometern, die wegen der vielen Absperrungen gemacht werden mussten.» Heute Montag steht Häner bereits wieder in seinem Geschäft – mit dem Bewusstsein, bei einer weiteren weltgeschichtlichen Episode mehr mit dabei gewesen zu sein.

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