Matzendorf

Liegestützen, Trommelwirbel und exakt koordinierte Tanzschritte

Die Jüngsten waren mit ihren Eltern auf der Bühne und trugen zur Turnerunterhaltung bei.

Die Jüngsten waren mit ihren Eltern auf der Bühne und trugen zur Turnerunterhaltung bei. Markus Müller

Die Jüngsten waren mit ihren Eltern auf der Bühne und trugen zur Turnerunterhaltung bei.

Die Turnvereine zeigten in ihrer Abendunterhaltung im Sternensaal die Armee und sich von der besten Seite. Für die nächsten Vorstellungen gibt es nur noch wenige Tickets.

Nach Erhalt des Marschbefehls rückte am letzten Samstag die ganze Turnfamilie der Matzendorfer Turnvereine zur Abendunterhaltung in den Sternensaal ein. Kayne Kissling, Präsident des Turnvereins Matzendorf, konnte das Publikum in einem proppevollen Saal begrüssen.

Umrahmt wurde der sportliche Teil - wie schon seit einigen Jahren gewohnt - von einem selbst geschriebenen Theaterstück. Nach einer Idee des aargauischen TV Erlinsbach wurde die Schweizer Armee von ihrer besten Seite gezeigt. Die neuen Rekruten sollen in der Rekrutenschule zu echten Männern geformt werden. Die Wette des Kadi (Silvan Müller) mit dem Feldweibel (Rea Meister), ob dies gelingt, bildet den Startschuss in eine turbulente und die Lachmuskeln beanspruchende Unterhaltung. Besonders Rekrut Bästeli Hämmerli (Sandro Jakob) strapaziert die Nerven der ganzen Kompanie. Im Hintergrund beruhigend wirken jedoch seine Mutter (Sabine Bieli) und Elliot, sein Teddybär.

Mit viel Fantasie wurde der Marschbefehl, inklusive Besuch eines alt Bundesrates, durch die für den Text und die Regie Verantwortlichen Rea Meister, Gaby Fluri und Sabine Bieli, umgesetzt.

Dazu passend wurden elf sportliche Reigen präzise einstudiert. Von den jüngsten (Muki–Turnerinnen und -Turner) bis zu den ältesten (Männerturnern) zeigten alle hervorragende Leistungen. Das Publikum war begeistert und forderte mehrfach Zugaben. Die strenge Schweizer Armee musste jedoch das Programm konsequent durchziehen: Die Muki-Turner mit den engagierten Eltern verabschiedeten die angehenden Rekruten. In der ersten Nacht in der Kaserne wurden sie im Traum vom Kinderturnen begleitet. Die Jugendriegen sowie die Frauen- und Damenriege führten die Rekruten von der Verpflegung über den Sporttest mit der Feldpost in den verdienten Ausgang, das heisst in die Pause. Wie man mit Kochgeschirr, Springseilen oder nur mit Händen und Füssen ein Publikum begeistern kann, ist speziell erwähnenswert.

Nach der Pause folgte in der Krankenabteilung ein weiterer Höhepunkt des Abends. Die Geräteriege zeigte ihr ganzes Können. Gefolgt von einem exotischen und aussergewöhnlich endenden Staatsbesuch der Männerturner. Wiederum die Damenriege und der Turnverein zündeten im letzten Teil der Unterhaltung ein Feuerwerk an Bewegung: Liegestützen, Trommelwirbel und exakt koordinierte Tanz- und Marschschritte konnten bei Rhythmusübungen und in der Zugschule bestaunt werden. Die anschliessende Entlassung sorgte für frenetischen Applaus aber auch für die willkommene Erholung der Turnerinnen und Turner.

Nur noch Tickets für Freitagabend

Die Aufführungen wurden von den jeweiligen Leitern in wochenlanger Detailarbeit einstudiert. Aussage dazu aus dem Publikum: «Einfach Klasse, der Aufwand hat sich definitiv gelohnt.» Aus Kreisen der Turnvereine war zu hören: «Es war eine anstrengende Zeit, wir sind müde, aber freuen uns schon auf die nächste Unterhaltung.»

Die Aufführungen vom nächsten Samstag sind bereits ausverkauft. Es hat noch einige frei Plätze für die Aufführung am Freitag 19. Januar, 19.30 Uhr, Türöffnung 18 Uhr. Reservation unter Telefon 079 782 25 30 (werktags von 18.30 Uhr bis 20 Uhr). Kulinarisch wird, passend zum Motto, feine Hörnli und Ghackets angeboten. Anschliessend an die Unterhaltung spielt «Combolino» zum Tanz auf und die Bar bietet für alle Altersgruppen etwas zu trinken. (akm)

Meistgesehen

Artboard 1