Oensingen
Liegenschaft Roggen soll fürs Jubiläum auf Vordermann gebracht werden

Zwölf Einbürgerungsgesuche, das Budget und Investitionen 2014 prägten die Bürgergemeindeversammlung in Oensingen. Investiert werden soll in den Berggasthof Roggen. Dieser soll im Hinblick aufs 100-Jahr-Jubiläum umgebaut werden.

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Die Bürgergemeinde will den Berggasthof Roggen auf Vordermann bringen.

Die Bürgergemeinde will den Berggasthof Roggen auf Vordermann bringen.

www.zumroggen.ch

Bürgerpräsident Remo Liechti gab der Freude Ausdruck, die stattliche Anzahl von 31 Bürgerinnen und Bürger zur Gemeindeversammlung begrüssen zu können, darunter auch Ehrenbürger Urs Berger. Bei den Einbürgerungen folgte die Versammlung den Anträgen des Bürgerrats (siehe Textbox).

Einer Familie das Bürgerrecht verweigert

In Oensingen ist das Prozedere für die Einbürgerung erneuert worden. Bisher hatten die Bewerber vor dem gesamten Bürgerrat für ein Aufnahmegespräch anzutreten. Dies übernimmt nun ein Team mit Rita Franzoni, Roland Sässeli, Hans Schnider und der Bürgerschreiberin Marie-Therese Bobst. Das Gremium gibt dann eine Empfehlung an der Bürgerrat ab und dieser stellt schliesslich Antrag an die Gemeindeversammlung. Die ausländischen Bewerber werden neu jeweils mit Bild vorgestellt. Zwölf Gesuche standen an der vergangenen Gemeindeversammlung an, bei deren elf wurde positiv entschieden. Das zwölfte Gesuch betraf eine fünfköpfige Familie, ihr wurde die Zusage des Bürgerrechts verweigert. Dies, nachdem bereits das Oberamt Thal-Gäu nach Vorabklärungen eine Einbürgerung der Familie wegen fehlender Integration infrage gestellt hatte. Fehlendes Interesse und Wissen zu Politik, Staatskunde und Geografie waren - nebst anderen negativen und bekannten Punkten - entscheidende Faktoren, um die Einbürgerung abzulehnen. Das Oensinger Bürgerrecht haben erhalten: Bua Sabrina und Söhne Dario und Gabriel; Calandrini Orefice Katja mit Orefice Vincenzo und Sohn Alessio; Chhit Chork, Francioni Gianfranco, Gäh Borey, Gashi Araijas, Gjukaj Dafina, Karabas Gökhan mit Tochter Zeynep, Mendi Murat mit den Kindern Meyra und Miran, Morina Antigona, Nikolic Neojas, Redzepovic Hasib mit Ehefrau Selveta und den Töchtern Maida, Amra und Anisa. Der Bürgerrat kann aber auch in eigener Kompetenz jemandem das Bürgerrecht erteilen, es ging an Edith Freivogel und Louis von Rohr. (bho)

Im Gestaltungsplan des Forstwerkhofes ist ein Lagerplatz vorgesehen, wo das Holz nach dem Trocknen zu Cheminéeholz verarbeitet wird. Für die Bereitstellung des Platzes inklusive Hecke als Geländeabschluss beantragte der Bürgerrat einen Kredit von 65 000 Franken. Dem Vorhaben wurde zugestimmt. Verwalter Reto Bobst präsentierte das Budget 2014 und machte dabei einen Vergleich zu den Zahlen vom Vorjahr. Auffallend ist dabei der Aufwand für den Unterhalt der Roggenstrasse, es wird mit Reparaturen ausserhalb des nicht betonierten Strassenteils gerechnet.

Im Schlosspark stehen grössere Holzereiarbeiten an, welche die Ausgabenseite im nächsten Jahr erheblich belasten wird. Beim Forstbetrieb stehen Unterhaltskosten für Maschinen an, ferner Kosten für die Waldrandholzerei auf dem Roggen.

Auf der Gegenseite hat man den Erlös aus dem Brennholzverkauf angepasst. Höhere Erträge als im Vorjahr erwartet werden im Forstbetrieb, beim Nadelholz (Rundholz), Arbeiten der Bürgergemeinde sowie Arbeit für Dritte.

Weiter wurde wieder ein Planungskredit für den Umbau der Liegenschaft Roggen ins Budget aufgenommen. Man will den Berggasthof auf Vordermann bringen, steht doch 2018 das 100-Jahr-Jubiläum der Bürgergemeinde Oensingen an.

Erwartungen an Energiezentrum

In der Rechnung der Bürgergemeinde werden neu Aufwand und Ertrag für die Energieanlagen (Schnitzelheizung und Solaranlage) separat ausgewiesen und nicht mehr in der Forstrechnung geführt. Das Energiezentrum selbst soll einen sechsstelligen Betrag abwerfen für die Entschädigungen aus dem AEK-Leitungsnetz sowie vom Solarstrom zusammen.

Zudem schlägt der Bürgerrat vor, für die Fernwärmeleitungen zusätzliche Abschreibungen von 220 000 Franken zu genehmigen. Dieser Antrag sowie der Voranschlag 2014 mit einem Ertragsüberschuss von 920 Franken wurden einstimmig genehmigt.

Orientiert hat Bürgerpräsident Remo Liechti im Weiteren über die bisher erzeugte und verkaufte Energie, die von der Schnitzelheizung und der Photovoltaikanlage erzeugt wird, sowie über die Erträge aus der Bereitstellung der Fernwärmeleitungen. Liechti berichtete ferner, welche Liegenschaften bereits mit Fernwärme beliefert werden sowie was in dieser Hinsicht zu erwarten ist oder noch möglich wäre. (bho)