Standesgemäss feucht erfolgte am Montagmorgen der symbolische Spatenstich für die Gesamterneuerung des Schwimmbades Mühlematt in Egerkingen für 3 Mio. Franken. Das Abschöpfen der ersten Liter des 850 m3 Wasser fassenden Bassanis bereitete Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi zusammen mit Planer Urs Köpfli, Bauverwalter Markus Thommen und dem Bademeisterteam sichtlich Spass, zumal auch die Sonne als Gast der Zeremonie beiwohnte.

Souverän stützt Maximalvariante

Bartholdi erinnerte an die technischen Probleme, welche 2014 in der Badi auftraten und den damaligen Beschluss des Gemeinderates, das Schwimmbad zu sanieren. Wegen teils gravierenden Mängel in den Bereichen Sicherheit und Wassertechnik sei rasch klar geworden, dass die anfänglichen Kosten von 1,8 Mio. Franken auf 3 Mio. Franken anwachsen würden.

Badi Egerkingen

So soll das Egerkinger Freibad nach der im Mai 2019 geplanten Neueröffnung aussehen.

Badi Egerkingen

Der Rat habe sich deshalb für eine Vorwärtsstrategie und die Weiterverfolgung der Maximalvariante entschieden. «Die Gemeindeversammlung hat im Juni 2017 diese Haltung gestützt und dem Kredit von 3 Mio. Franken mit überwältigendem Mehr zugestimmt», so Bartholdi. Damit hätten die Stimmberechtigten zudem unterstrichen, dass sich Egerkingen auch als kleine Zentrumsgemeinde mit einem umfassenden Dienstleistungsangebot verstehe.

Die Gesamterneuerung des Schwimmbades beinhaltet die Auskleidung des neuen Bassins mit einer Chromstahlwanne. Sie wird eine Lebensdauer von mindestens 50 Jahren haben, wie Urs Köpfli von der gleichnamigen Köpfli Urs GmbH aus Wolhusen erwähnte. Vorgesehen ist jeweils ein Bassin für Schwimmer und Nichtschwimmer.

Dem Schwimmerbecken angegliedert wird das mit einen 1-Meter- und 3-Meter-Sprungbrett ausgestattete Springerbecken. Als weitere Attraktion wird ab dem Dach des neu zu erstellenden Technikgebäudes eine Breitwasserrutsche mit separatem Becken gebaut. Als weitere Attraktion ist ein Kinderplauschbereich in Form eines Spielbachs geplant.

Zivilschutz übernimmt Rückbau

Bartholdi bemerkte, dass praktisch allen Arbeiten vergeben sind und das Projekt finanziell gut unterwegs sei. Dies trotz der stärker ausgebauten Lärmschutzmassnahmen auf der Nordseite, die nun über die ganze Länge erfolgten. An den Kosten in der Höhe von rund 3 Prozent beteiligen wird sich auch der Lotteriefonds.

Vollzogen wurde der Baubeginn am Montag von Angehörigen der Zivilschutzorganisation Gäu (RZSO). Die Pionierabteilung wird in den nächsten zwei Wochen mit 20 bis 25 Einsatzkräften den Rückbau des alten Bassins und des Technikgebäudes vornehmen, wie der stellvertretende Kommandant Christian Zwickel erklärte. Der Zivilschutz könne bei diesen Arbeiten die schweren Geräte in der Praxis einsetzen und dabei wertvolle Erfahrungen sammeln.

Neueröffnung im Mai 2019

Die letzte Saison der Egerkinger Badi endet übrigens mit rund 17 000 Besuchern mit einem Rekord und schwarzen Zahlen, wie Anlagewarte André Strub bemerkt. Er und sein Team mit Patricia Strub, Serafin Ackermann und Marianne Hauri freuen sich auch die neu Badi. Eröffnen soll diese im Mai 2019 «Wenn alle nach Plan läuft», wie Architekt Urs Köpfli in Aussicht stellt.