Egerkingen
Letzter Festakt zum Überbauungsprojekt Sunnepark

Die neue Präsidentin Johanna Bartholdi verabschiedete die ehemaligen Verwaltungsräte der Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu.

Benildis Bentolila
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Neuer VR der Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu: Sitzend Johanna Bartholdi (Egerkingen), stehend (v. l.) André Grolimund (Härkingen), Andreas Lüthi (Oensingen), Urs Bobst (Kestenholz), es fehlt Georg Lindemann (Wolfwil).

Neuer VR der Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege Gäu: Sitzend Johanna Bartholdi (Egerkingen), stehend (v. l.) André Grolimund (Härkingen), Andreas Lüthi (Oensingen), Urs Bobst (Kestenholz), es fehlt Georg Lindemann (Wolfwil).

Benildis Bentolila

«Die Einweihung des Grillplatzes ist der festliche Schlusspunkt des Überbauungsprojekts Sunnepark Egerkingen, den wir mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Bewohnerinnen und Bewohnern und – besonders – mit den für dieses Projekt verantwortlichen zurückgetretenen Verwaltungsräten feierlich begehen», eröffnete die neue Verwaltungsratspräsidentin der Genossenschaft für Altersbetreuung und Pflege (GAG), Johanna Bartholdi, ihre Festrede.

Eine grosse Schar an Menschen hatte sich eingefunden im Alterszentrum. Grillieren sei eine archaische Angelegenheit, meinte die Rednerin. Die Rollen seien dabei klar verteilt: Der Mann stehe am Feuer, die Frau halte sich fern. Schon in der Steinzeit sei es so gewesen.

Humorvoll schilderte sie einen Tag der Höhlenmenschen, wie sie mutig kämpften mit Mammuts und Säbelzahntigern und dabei ihr Leben riskierten, um ihre Familien ernähren zu können. Schwungvoll leitete Bartholdi mit diesem historischen Rückblick über zur Verabschiedung der nach zwölf Jahren zurückgetretenen Verwaltungsräte Alfons von Arx (Oberbuchsiten, Präsident), Karl Bürgi (Neuendorf), Silvan Hafner (Wolfwil), Werner Hunziker (Oensingen) und Hansjörg Schürmann (Egerkingen).

Sie attestierte ihnen viel Mut, als sie sich 2004 aufmachten, um anstelle des damals als marodestes Altersheim des Kantons bezeichneten Objekts neue Bauten und Organisationsstrukturen zu schaffen. «Gut», sagte sie, «die fünf Männer riskierten nicht gerade ihr Leben, aber ihre Haare wurden grauer und weniger.» Von der nervlichen Belastung wolle sie schweigen, denn sie mussten zwar nicht gegen Säbelzahntiger, aber gegen Papiertiger kämpfen. «Die Männer, eine eingeschworene Gemeinschaft mit ausgeprägtem Jagdinstinkt, verwirklichten die Neubauten Egerkingen und Oensingen und die sanfte Renovation des Hauses Stapfenmatt», sagte Bartholdi.

Nun hätten sie ihre Beute offiziell von ihren Schultern abgelegt. Wohl überlegt, wie ihr Wirken immer war in den zwölf Jahren, schliesslich wurde der Verwaltungsrat seit 2014 bewusst um fünf Personen aufgestockt. Auf liebenswürdige und witzige Art ging sie dann auf die einzelnen Persönlichkeiten ein. Auf deren Temperamente, Charaktereigenschaften, ihr Wesen und ihre Begabungen. Und dann lud sie die Männer ein, sich um ein verhülltes «Etwas» aufzustellen und dieses zu entkleiden.

«Höhen und Tiefen»

Hervor kam eine Marmorskulptur, die das Thema «Höhen und Tiefen» darstellt. Der Schöpfer der Skulptur, Rolf C. Wyss aus Härkingen, teilte seine Gedanken zum Werk mit den Anwesenden: «Die Skulptur ist dem Logo der GAG nachempfunden», sagte er. Die Wellen sind im einen wie im anderen vorhanden.» Das Leben sei in jeder Phase geprägt von Höhen und Tiefen, auch im hohen Alter würden wir nicht von Hochs und Tiefs verschont. Zuversichtlich meinte der Steinbildhauer: «Nach jedem Tief kommt ein Hoch.»

Oder wie Johanna Bartholdi es formulierte: «Nur wer Tiefen erlebt hat, kann die Höhen schätzen.» Damit lud sie alle ein zum fröhlichen Grillfest, möglich gemacht durch Gerhard Ritler und sein Küchenteam sowie durch viele Mitarbeitende, die in die Vorbereitungs- und Aufräumarbeiten involviert waren.