Der Konzertabend wurde eröffnet durch die Jugendmusik Aaregäu unter der Leitung von Roland von Arb. Die jungen Musikantinnen und Musikanten nutzten den Auftritt als Hauptprobe für das Kantonale Jugendmusikfest in Grenchen. Den besonderen Anlass würdigte auch das Moderatorenduo Georg Lindemann und Simon Niggli. Souverän und locker führten die beiden durchs Programm und zelebrierten gemeinsam mit dem Musikverein das Centennial.

Festlich war es, was Dirigent David Mc Veigh mit dem Verein einstudiert hatte. Die Stücke im ersten traditionell klassischeren Konzertteil gingen auf den 100. Geburtstag der Konkordia ein. Sie waren überschrieben mit «The Golden Year» (Alfred Reed), «Centenary Celebration» (Yagasawa Satoshi) oder «Jubilee Spirit», eine gehaltvolle und freudige Komposition des bekannten Komponisten Mario Bürki. Der Titel «Village on the River» von Leon Vliex hatte zwar keinen direkten Bezug zum Festjahr, dafür umso mehr zum Festort Wolfwil. Die anspruchsvolle Komposition passte hervorragend zu den übrigen Stücken.

«Let’s fetz»

Die Aufstellung in Big Band Manier und das neue Tenue nach der Pause liessen einiges erwarten. Ganz in Schwarz, blinkende Hüte aufgesetzt, fetzten die Musiker los mit dem Klassiker «The Big Opening» von Willi Löffler. Bei «Funk Attack», einem Werk, das den Musikern einiges an Genauigkeit in der Rhythmik abverlangte, zeigte sich die Spielfreude der Band; der Dirigent am E-Bass, die Konkordia am Grooven. Zuhören und zuschauen machte grosse Freude. Es juckte in den Füssen, den Händen und manch Haupt im Saal wippte eifrig mit. Auch Antonino Pedones «Dixie March» traf den Nerv des Publikums. Genau wie «Big Band Cavalcade», ein Medley, das den typischen Sound und Stil der berühmtesten Big Bands wiedergibt, und durch die Wechsel in der Tonalität hohe Ansprüche an das Orchester stellte. Genau so mitreissend war die Interpretation von «Big Spender», ursprünglich für ein Musical geschrieben, dann unzählige Male gecovert und inzwischen in jeglicher Instrumentierung ein Gassenhauer. «Dance Fever» machte den Abschluss des Konzertprogramms und liess dem Publikum nochmals die Füsse jucken.

Nächster Jubiläumsteil im August

Gemessen am Applaus schien das insgesamt abgerundete, stimmige und anspruchsvolle Jubiläumskonzert dem Publikum gefallen zu haben. Die verlangten Zugaben, darunter der beliebte Solothurner Marsch, gewährte die Konkordia gerne. Nun harrt die Fangemeinde ungeduldig des nächsten Teils des Jubiläums, der am 19. August mit Neuuniformierung, Fahnenweihe und einem grossen Fest begangen wird.