Nach Egerkingen

Laupersdorf will mit dem Steuerpranger warten

Die Gemeinde Laupersdorf will noch das Urteil des Verwaltungsgerichts zu Egerkingen abwarten, bevor sie Steuersünder anprangert. Archiv

Die Gemeinde Laupersdorf will noch das Urteil des Verwaltungsgerichts zu Egerkingen abwarten, bevor sie Steuersünder anprangert. Archiv

Egerkingen prangerte in der gestrigen Gemeindeversammlung die ersten sechs Steuersünder an. Die Gemeinde Laupersdorf, die diesen Schritt ebenfalls ankündigte, will jetzt aber doch noch abwarten.

Nach Egerkingen war Laupersdorf die zweite Gemeinde, die ankündigte, wie man konkret gegen Steuersünder vorzugehen gedenkt: Die Namen der Betroffenen sollen an der Gemeindeversammlung auf Leinwand projiziert werden.

Doch vorerst geschieht nun doch nichts, wie Gemeindepräsident Thomas Schwaller erklärt. «Wir warten einerseits ab, wie das Verwaltungsgericht im Fall von Egerkingen entscheidet. Anderseits soll der politische Weg näher untersucht werden, wie das von der Datenschutzbeauftragten des Kantons, Judith Petermann empfohlen wird.» Nämlich dass auf Bundesebene die Gesetze so angepasst werden sollten, mit denen das Problem angepackt werden kann. Da seien die Parlamentarier auf Kantons- und Bundesebene gefordert.

Ferner erwähnt Schwaller, dass Bestrebungen am Laufen, um in den Gemeinden der Bezirke Thal und Gäu ein einheitliches Vorgehen festzulegen. Dass Egerkingen nun die Steuersünder öffentlich gemacht, bezeichnet Schwaller als mutigen Schritt. «Es war richtig und konsequent, die Androhung umzusetzen, denn sonst wäre die Glaubwürdigkeit infrage gestellt.» (wak)

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