Aedermannsdorf
«Landart» - Primarschüler schaffen Kunstwerke für den Kulturtag Thal

In einer Projektwoche schufen Primarschüler aus Aedermannsdorf und Herbetswil Kunstwerke für den Kulturtag Thal am Sonntag. So kreierten die Kleinen zusammen mit dem Künstler Sammy Deichmann allerlei Kunstwerke aus Holz.

Marco Wyss
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Für den Kulturtag Thal schufen Primarschüler aus Aedermannsdorf und Herbetswil allerlei Kunstwerke aus Holz.
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Der Künstler Sammy Deichmann Aedermannsdorf wirkte dabei mit und beaufsichtigte die Kleinen.
Das Motto der Kunstwerke aus Aedermannsdorf «Landart»
Von hier haben die Kindern das Material für ihre Kunstwerke geholt
Schwerkraft scheinen diese Stöcke nicht zu kennen
Ob da wohl ein hölzerner Igel vergraben wurde
Hier entsteht die zuküftige Hütte auf dem Hügel
Erst auf den zweiten Blick erkennbar Ein Schlangenkopf
Die Schlange windet sich durch den Wald und verschlingt den Müllhaufen
Für die gröberen Arbeiten griff Sammy Deichmann zur Kettensäge
Ein strahlen blauer Sternenhimmel ...
... hängt unter einem Baum
Ein Mobile in etwas kleinerer Ausführung
Die Mädchen konstruierten einen Spielwürfel auf der Wiese
Die Kindergartenkinder liessen sich von der Form der Spirale inspirieren
«Landart» - Primarschüler schaffen Kunstwerke für den Kulturtag Thal
Auch die Kleinsten können schon abstrakte Kunst schaffen
Der Kulturtag Thal vom Sonntag steht unter dem Motto «Wurzeln»
Die Kleineren durften bereits am frühen Nachmittag gehen, ...
... während die Grösseren noch an ihrer Hütte weiterbauten

Für den Kulturtag Thal schufen Primarschüler aus Aedermannsdorf und Herbetswil allerlei Kunstwerke aus Holz.

Marco Wyss

Der Kulturtag Thal am Sonntag steht unter dem Motto «Wurzeln». Die Thaler Museen und Kulturinstitutionen werden diesen Tag vorwiegend prägen, doch auch die Jüngsten in unserer Gesellschaft sind dieses Jahr mit dabei. Die Kinder aus dem Kindergarten und der Primarschule von Aedermannsdorf und Herbetswil entdeckten in ihrer Projektwoche zusammen mit dem Aedermannsdörfer Künstler Sammy Deichmann das Thema «Landart».

Zusammen mit der Kunstvermittlerin Christina Studer besuchte er die Kinder in der Schule und schaute mit ihnen die theoretischen Grundlagen der Kunst in der Natur an. «Wichtig ist, dass das Endprodukt aus dem Prozess entsteht», erklärt Christina Studer. Die Lehrpersonen seien es gewohnt, dass alle Projekte durchgeplant sind. «Uns ist es ein Anliegen, den Kindern auch andere Vorgehensweisen aufzuzeigen.»

Im Einklang mit der Natur

Nach der Theorie waren die Kinder erpicht darauf, das Gelernte in die Tat umzusetzen. Sie wanderten auf die Aedermannsdörfer Allmend und schauten sie sich nach geeigneten Plätzen um, wo Landart entstehen könnte.

«Wichtig ist, dass das Material für das Kunstwerk aus der natürlichen Umgebung stammt und das Werk im Einklang mit der Natur steht», erklärt Sammy Deichmann. Während der Wanderung wurde eine Regel festgelegt: Wer eine passende Stelle sieht und eine Idee hat, wie diese in ein Kunstwerk umzuwandeln wäre, ruft «Stopp!». Dann wird der Plan besprochen. «Allerdings kamen wir so fast nicht vom Fleck», lacht Sammy Deichmann.

Wenn man sich nicht einig ist

Einzelne Objekte wurden bereits in der Schule entwickelt. Bei der Wahl der Ideen, die dann schliesslich umgesetzt werden sollten, waren sich die Kinder nicht immer einig. Entweder schloss man Kompromisse oder es gab pro Klasse mehrere Gruppen.

Das angestrebte «Entstehen aus dem Prozess» zeigt sich bei einzelnen Werken hervorragend. Als die Kinder eine Schlange bauen wollten, die sich um die Bäume schlängelt, entdeckten sie im Wald einen Haufen Abfall.

Diesen legten sie symbolisch der Schlange vor den Mund, die den Abfall dann «auffressen sollte». Denn der Abfall sei ja auch Teil der Umgebung, meinten die Kinder, auch wenn er ursprünglich nicht dorthin gehören würde.

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