Laupersdorf

Landammann Roland Heim: „E munteri Gmeind, wo sich’s guet läbe loht»

Mit einem Festakt und Landammann Roland Heim als Festredner sowie der Vernissage des neuen Buches „1000 & 50 Jahre Laupersdorf, Dorfgeschichten“ feierte Laupersdorf das 1050 jährige Bestehen der Gemeinde.

Gemeindepräsident Edgar Kupper begrüsste alle Anwesenden in der vollbesetzten Mehrzweckhalle Kreuzacker zum Festakt 1050 Jahre Laupersdorf. Man hat den Festakt in die Gewerbeausstellung Thal integriert. Im Jahr 1968 habe Laupersdorf zur 1000-Jahr-Feier ein grandioses Fest gefeiert und damals sei auch die Ortsgeschichte von Laupersdorf in drei Bänden erschienen. Edgar Kupper verglich, damals habe Laupersdorf 1369 Einwohner gezählt und heute seien es 1748. Auch der Stromverbrauch eines Haushaltes habe sich inzwischen fast verdreifacht. Seien vor 50 Jahren die meisten Gewerbebetriebe noch innerhalb des Dorfkerns angesiedelt gewesen, besiedeln diese heute die Gewerbe- und Industriezone ausserhalb des Dorfkerns.

Landammann Roland Heim machte die  Anwesenden in einem Kurzabriss mit der Geschichte von Laupersdorf vertraut. Im Jahr 968 wurde Laupersdorf zusammen mit Balsthal, Oensingen und Matzendorf erstmals urkundlich erwähnt. In einer Besitzerurkunde bestätigte König Konrad von Burgund dem Kloster Moutier-Grandval  den Landbesitz in diesen vier Gemeinden. Nach dem Jahr 1032 begann die Herrschaft der deutschen Könige. Sie haben Grafen und andere einheimische Adlige mit der Wahrnehmung ihrer hoheitlichen Rechte beauftragt. Im Thal  die Freiherren von Bechburg und Falkenstein. Durch Kauf kam  Laupersdorf 1420  unter die Herrschaft von Solothurn und wurde der Landvogtei Falkenstein zugeordnet. 1798 nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime wurde Laupersdorf dem damaligen Bezirk Balsthal-Thal zugeteilt.

Die Firma Von Roll prägte lange Zeit das Leben der Thaler

Im 19. Jahrhundert, besonders zwischen 1850 und 1870, war das Thal von schwerer Armut und Hungersnot betroffen. Viele Bewohner mussten deshalb auswandern. Einige Familien konnten während dieser Zeit beim Abbau von Bohnerz bei Laupersdorf für das Von Roll‘sche Eisenwerk Klus ein regelmässiges Einkommen erzielen. Zwischen 1813 und 1982 prägte die Firma Von Roll das Leben der Menschen im Thal sehr. Früher lebte man hauptsächlich von der Landwirtschaft.  Das lokale Gewerbe und der Dienstleistungssektor haben in den letzten 50 Jahren stark aufgeholt. Kunststoffverarbeitung, Maschinen- und Metallbau, mechanische Werkstätten, die Seilerei und das Baugewerbe sind heute wichtige wirtschaftliche Standbeine von Laupersdorf. Laupersdorf hat sich in den letzten 50 Jahren vom Bauerndorf zu einer attraktiven Wohngemeinde entwickelt. Laupersdorf hat heute 1748 Einwohner und weltweit 4205 Bürger.

Vernissage des Buches „1000 & 50 Jahre Laupersdorf"

Roland Heim dankte namens des Regierungsrates dem Autor Kurt Bader sowie allen Mitautorinnen und -autoren für das Buch „1000 & 50 Jahre Laupersdorf – Dorfgeschichten“. Als Liedermacher habe er vor ein paar Jahren ein Lied über die Erschaffung der Erde geschrieben und er stellte die Verse dieses Liedes näher vor. Den vierten Vers schloss er mit „Laupersdorf wird e muntri Gemeind, wo sich’s guet läbe loht“.

In der Folge nahmen Gemeindepräsident Edgar Kupper und Kurt Bader die Vernissage des neuen Buches vor. Für das Layout war die Firma bild schoen gmbh aus Laupersdorf und für den Druck Grico-Druck AG aus Welschenrohr verantwortlich. Der Schülerchor Laupersdorf unter der Leitung von Michèle Ackermann, begleitet von der Schülerband unter der Leitung von Walter Vonarburg bereicherte den Festakt mit einer musikalischen Zeitreise und zum Jahr 2018 passte natürlich der Hit des Jahres „079 hets si gseit“ von Lo& Leduc, welcher auf grosse Begeisterung beim Publikum stiess.  

Auch die Schule lieferte Beiträge zum 1050 Jahr - Jubiläum

Auch die Primarschule Laupersdorf lieferte Beiträge zum Dorfjubiläum. Auf Kinderzeichnungen zeichneten die Kinder der 1. bis 3. Klasse Orte, wo sie sich in Laupersdorf gerne aufhalten. Die Kinder  der 3./4. Klasse sammelten Fakten zu Laupersdorf, hielten diese schriftlich fest und verglichen mit früher. Die 6. Klasse fotografierte Gebäude und Plätze und verglich diese mit Fotos  von früher. Zudem interviewten sie Menschen, die am Festumzug im Jahr 1968 mitgewirkt haben und liessen diese Personen aus der früheren Zeit erzählen.

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