Egerkingen
Label «Top-Ausbildungsbetrieb» für eine bessere Ausbildung

Der Garage Reinhart wurde vom Schweizerischen Carrosserieverband das Label «Top-Ausbildungsbetrieb» verliehen. Philippe Helbling hat sich dafür eingesetzt.

Philipp Felber
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Philippe Helbling hilft den Lernenden Michelle Biedermann und Brian Weber.

Philippe Helbling hilft den Lernenden Michelle Biedermann und Brian Weber.

Philipp Felber

Schlicht zu wenige Lernende in den Carrosserie-Berufen habe es, sagt Philipp Helbling, Bereichsleiter Carrosserie bei der Garage Franz Reinhart AG. Um dem entgegenzuwirken, nimmt der Egerkinger Traditionsbetrieb am Qualitätsprogramm «Top-Ausbildungsbetrieb» vom Schweizerischen Carrosserieverband (VSCI) teil. Letzte Woche hat die Garage nun das Zertifikat dafür bekommen.

Wider das Vergessen

Vor drei Jahren hat der VSCI das Label «Top-Ausbildungsbetrieb» lanciert, mit der Absicht sich und die Ausbildung besser zu vermarkten. Philippe Helbling war von Anfang an dabei und hat nach seinem Wechsel zur Garage Reinhart nun die Bestrebungen für das Label an seinem neuen Arbeitsplatz intensiviert. «Das Handwerk ging in der letzten Zeit etwas vergessen.» So seien zu wenige Lehrlinge ausgebildet worden, was bis heute in der Branche spürbar ist. Dem soll entgegengewirkt werden, indem mehr Nachwuchs für die Carrosserie-Berufe besser ausgebildet werde, so Helbling weiter. «Vielfach ist den jungen Leuten nicht bewusst, was alles mit dem Beruf zusammenhängt und welche Möglichkeiten dieser bietet», sagt Helbling.

Das soll mit der Marketingoffensive durch das Label «Top-Ausbildungsbetrieb» behoben werden. Zudem möchten wir auch die Eltern mit einbeziehen und aufzeigen, dass die Lernenden in einer geprüften Ausbildungsumgebung in ihre Zukunft investieren können.

Und die Betriebe müssen für die Zertifizierung einige Dinge erfüllen. Vor allem wenn man auf die höchste der drei Stufen eines «Top-Ausbildungsbetriebs» aufsteigen möchte. «Dabei geht es vor allem auch darum, dass die Standards, welche seit Jahren gelten auch wirklich umgesetzt werden. Philippe Helbling selbst möchte in die höchste Stufe des Labels aufsteigen. Dafür muss er etwa Didaktikkurse besuchen, auch wenn er als ehemaliger Lehrbeauftragter an einer Berufsschule die nötigen Vorkenntnisse schon hat. «Momentan stehen wir vor grossen Herausforderungen in der Branche, welche uns in allen Belangen fordern.»