Matzendorf
Künstlerin Doris Hirzel: «Ich fühle mich beim Arbeiten geerdet»

Die Künstlerin Doris Hirzel aus Goldwil stellt ihr grosses Spektrum an Skulpturen im Keramikmuseum Matzendorf aus.

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zvg

Doris Hirzel aus Goldiwil stellt bis zum 19. November im Gewölbekeller des Keramikmuseums in Matzendorf Skulpturen aus Steinzeug aus. An der Vernissage, an welcher die Künstlerin persönlich anwesend war, nahmen rund 30 Personen teil.

Hirzel ist keine Unbekannte in der Keramiker-Szene. Die 1969 in Zürich geborene Keramikerin schloss 1992 die Keramikfachklasse an der Kunstgewerbeschule in Vevey ab. Danach trat sie dem Gemeinschaftsatelier Mutschellenstrasse in Zürich bei, arbeitete in sozialen Institutionen und in der Psychiatrie. Mehrere Auslandaufenthalte mit Praktika prägen ihr Leben. So bereiste sie Mittel- und Südamerika, Tansania, Nepal und Neuseeland. In Frankreich lebte und arbeitete sie mehrere Jahre in diversen Ateliers.

Vielfältig aktiv

2004 kam Doris Hirzel nach Goldiwil im Berner Oberland, wo sie im Atelier von Ueli Schmutz als Mitarbeiterin tätig war und parallel ihre eigene Produktion herstellte. 2014 übernahm Doris Hirzel dessen Atelier. Ihre Skulpturen sind an Keramik- wie auch Kunst- und Designausstellungen vertreten. Zudem ist Hirzel Präsidentin des Keramikforums Bern. Neben ihrer Arbeit als Keramikerin coacht sie Einzelpersonen, bietet Workshops für Institutionen und führt Kurse im eigenen Atelier durch.

Die Keramikerin beschreibt emotional, was sie an ihrer Arbeit liebt: «Der Ton als Material an und für sich birgt in vieler Hinsicht seine Schätze. Beim Modellieren tauche ich in die Stille ein, fühle mich geerdet, spüre meine Mitte. Wie immer man dies benennen will, so ist es für mich ein heilender, schöpferischer Akt.»

Grosses Spektrum an Objekten

Bekannt wurde Doris Hirzel vor allem durch ihre Frauenskulpturen, welche auf ihre ganz eigene Art berühren. Genau solche Figuren sind im Matzendorfer Keramikmuseum zu bestaunen. Aber nicht nur dies, denn das Schaffen der Künstlerin in ihrer bald 30-jährigen Berufserfahrung umfasst ein vielseitigeres Spektrum vom modernen Objekt über die verspielte Wanduhr, dem Wolfsrudel bis hin zur praktischen Kuchenbackform. Mit gleicher Leidenschaft gestaltet Hirzel Räume, lässt das Ihre in das Gegebene einfliessen und erzeugt so einzigartige Stimmungen. Die Ausstellung im Keramikmuseum dauert bis 19. November. (slm)

Öffnungszeiten: Fr 18-21 Uhr, Sa/So 14-17 Uhr. Weitere Infos unter www.matzendorfer-keramik.ch und www.dorishirzel.ch

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