Egerkingen
Kunstflugschweizermeister Isidor von Arx begeistert die 1. August-Brunchgäste

Kunstflugschweizermeister Isidor von Arx verzückte die 1. August-Brunchgäste.

Philipp Felber
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Egerkingen 1. August Brunch

Egerkingen 1. August Brunch

Remo Fröhlicher
Verkleidete Männer setzen sich für Frauenrechte ein.

Verkleidete Männer setzen sich für Frauenrechte ein.

Remo Fröhlicher

Es war ein Heimspiel für Isidor von Arx, seines Zeichen Schweizer Meister im Kunstfliegen. Während einige der zahlreich erschienen Einwohnerinnen und Einwohner von Egerkingen noch am Brunchbuffet standen, donnerte der Egerkinger ein erstes Mal mit seiner Maschine am Schulhaus Mühlematt vorbei. Und auf einmal war das gemütliche Beieinandersitzen nur noch das Zweitwichtigste an diesem Morgen.

Denn die kurze Show von Isidor von Arx war spektakulär. Mal stieg er senkrecht nach oben, nur um ganz oben in ein natürlich geübtes und kontrolliertes Trudeln zu geraten. Oder er malte ein Herz an den bewölkten Egerkinger Himmel. Und ganz zum Schluss verabschiedete er sich mit einem Tiefflug über das nahe gelegene Fussballfeld. So sah es jedenfalls aus. «Ich war natürlich nicht so nah, wie es wirkte», gab von Arx im Anschluss zu Protokoll. Eindrücklich war es trotzdem. Das bekam der Kunstflieger dann auch zu spüren, empfing ihn doch ein lang anhaltender Applaus, als er diesmal am Boden, dem 1. August-Brunch einen Besuch abstattete.

Neufassung der Gäuerlieds

Nach der Kunstflugshow wurde den Anwesenden eine umgeschriebene Fassung des Gäuerliedes in sechs Szenen präsentiert. Die Neufassung war ursprünglich für das 750-Jahr-Jubiläum Wolfwils von René Koch, Mitglied des Egerkinger Kulturkreises, geschrieben worden und wurde gestern Morgen den Egerkingerinnen und Egerkingern noch einmal präsentiert.

Von Hauptmann Urs Joseph Hammer (1779 —1843), der sich in den napoleonischen Kriegen einen Namen gemacht hatte, über den Einsatz für Frauenrechte während der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA) im Jahr 1928 wurde eine Brücke bis hin zu den modernen Herausforderungen der Gemeinde Egerkingen geschlagen. Und dies mitunter mit einem Augenzwinkern. So heisst es etwa zum Autobahnlärm: «Äs goht üs guet, und das macht stolz / Jetz fäut nur no chli Lärmschutzholz.» Gesungen wurden die Strophen in gekonnt hohem Ton von Brigitte Keusch. Sie war es auch, die im Anschluss an die Rede von Gemeindepräsidentin Johanna Bartholdi über Integration den Schlusspunkt setzen durfte. Dieses Mal aber nicht wie beim Gäuerlied mit einer Neufassung, sondern mit dem traditionellen Schweizerpsalm.

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