Acht Fleischrinder F1 Kreuzungen, vier Brown-Swiss, 18 Holstein, zwei Kälber RH/RF und 37 Red Holstein Swiss Fleckvieh – alles Tiere der bekanntesten Väter. Mit ihnen pries der Bergbauernverein Langenbruck und Umgebung seine 33. Zuchtviehauktion für den 16. August auf dem Flyer und in diversen Zeitungsinseraten an.

Besuch aus der Westschweiz

Und sie kamen, die Interessenten, Bauern und Bieter aus der Umgebung, aber auch von weiter, selbst aus dem Welschland. Dies hat Tradition in Langenbruck. Wie Landwirt Daniel Schaub aus Beinwil erklärte, nicht nur wegen der Auktion selbst, sondern auch, weil dies ein wunderbarer Anlass sei, um sich auszutauschen und es sich, nach dem Pflichtteil im Festzelt bei Wurst, Härdöpfelsalat und einem kühlen Getränk gut gehen zu lassen.

Doch zu den eigentlichen Stars und Sternchen dieser Veranstaltung: Ihre Garderobe wurde unter schattigen Alleebäumen hergerichtet, Stroh war ausgelegt und Heu wurde dargereicht. Vor ihrem grossen Auftritt im Ring wurde ein letztes Mal das Fell gebürstet, und auch das letzte Schwanzhaar wirkungsvoll platziert. All dies unter den kritischen Blicken der eventuellen Käufer.

Gerne wurde auf Fragen zum geschichtlichen Hintergrund der Kuh Auskunft gegeben.
So zum Beispiel von der Familie Stohler vom Hof Kastelen in Titterten, deren Kuh Gina, statt hochträchtig zur Auktion zu erscheinen, es vorzog, ihr Stierenkalb in der Nacht zu gebären und es stolz im Ring bei Fuss zu präsentieren.

OK Präsident Thomas Bader eröffnete kurz nach elf Uhr die Auktion und freute sich über den grossen Anklang, den diese Veranstaltung auch bei der 33. Ausgabe wieder erhielt. Er stellte die zwei Gantrufer Alois Wyss und Andreas Aebi vor, sowie die Sprecher Ronny Schweizer und Fabian Dettwiler des LZ Ebenrain. Und schon wurde die Kuh mit der Nummer 1, Finja, Fleischrind Limousin 50 Prozent, in den Ring geführt. Für den Preis von 3700 Franken wechselte sie den Stall.

Bessere Preise als im Vorjahr

Die Fleischrinder waren in Langenbruck begehrt, so ist es nicht verwunderlich, dass die Kuh mit dem höchsten Preis der Auktion, aus dieser Gruppe stammte: Nummer 6, Jamaica, wechselte den Besitzer für stolze 4750 Franken. Verkäufer war Walter Schmidli, Mittel Sörzach, in Niederdorf.

Allgemein waren die Anbieter nach der Auktion mit den erzielten Preisen zufrieden, aber selbstverständlich hätten sie auch höhere Angebote nicht ausgeschlagen.