FDP Thal-Gäu

Künftige Strassenprojekte beschäftigten die FDP

V. l. Cordelia Meister, Amteipräsident Rolf Stadelmann und Wahlkampfleiter Urs Bader.

V. l. Cordelia Meister, Amteipräsident Rolf Stadelmann und Wahlkampfleiter Urs Bader.

An der Generalversammlung war die Traktandenliste schnell durch, danach informierte der Kanton.

Nach dem Rücktritt von Vreni Niggli, die zwölf Jahre als Kassierin der Amteipartei fungiert hatte, wählte die Versammlung Cordelia Meister per Akklamation in dieses Amt. Meister ist Finanzverwalterin der Gemeinde Matzendorf und gehörte bereits dem Vorstand der FDP Thal-Gäu an.

Amteiparteipräsident Rolf Stadelmann hielt in seinem Geschäftsbericht Rückblick auf das vergangene Jahr. Dieses war geprägt durch die nationalen Wahlen. Die FDP konnte nach 30 Verlustjahren den Wähleranteil erstmals steigern, dies vor allem im Bezirk Thal, wo Karin Büttler-Spielmann aus Laupersdorf einen Achtungserfolg erzielte. 2017 stehen wieder Wahlen, diesmal kantonale, ins Haus.

Nächste Wahlen stehen bald an

Wahlkampfleiter Urs Bader informierte drüber, dass die Delegierten der FDP ihre Regierungsratskandidaten am 24. August nominieren werden und dabei die Auswahl aus inzwischen sieben Kandidierenden treffen können. Von den 13 Sitzen der Amtei im Kantonsrat will die FDP zu den bisherigen vier einen fünften hinzugewinnen.

Der Jungfreisinnige Tobias Bolliger kündigte eine Volksinitiative für eine Regulierungsbremse an; damit greifen die Jungen ein Dauerthema auf, das soeben auch im Kantonsrat behandelt wurde. Das Wahljahr schlägt sich ebenfalls im Budget 2016 der Amteipartei nieder, das bei einem Gesamtaufwand von 9900 Franken mit einer ausgeglichenen Bilanz rechnet, wobei die Wahlen mit 6000 Franken den Hauptposten ausmachen.

Als Gastreferenten waren Peter Heiniger, Solothurner Kantonsingenieur, und sein Stellvertreter, Stefan Gantenbein, eingeladen. Sie stellten drei aktuelle Strassenbauprojekte in der Amtei vor. Der Engpass in der Klus soll mit einer Umfahrung beseitigt werden. Es sind ein Tunnel durch die Felsnase des Guntenflüeli und ein neuer Kreisel an der Thalstrassse geplant. Damit soll die Kapazität von heute 1000 auf 1700 Fahrzeuge pro Stunde gesteigert werden.

Aktuell müssen Kanton und Gemeinden mit Gesamtkosten von 65 Millionen Franken rechnen.
Der vorgesehene Ausbau der A1 zwischen Härkingen und Luterbach auf sechs Fahrstreifen erzeugt auch Druck auf die Autobahnanschlüsse in Oensingen und Egerkingen. Den Halbanschluss in Oensingen Süd, der sogenannte Vebo-Knoten, wird umgestaltet. Allerdings hängt das Wie von regionalplanerischen Entscheiden ab – Stichwort Entlastung light von Niederbipp –, die noch nicht getroffen sind.

Bei der Autobahnausfahrt Egerkingen ist vorgesehen, das bestehende Express-S durch ein Kreiselband, das heisst durch eine Perlenschnur von drei Kreiseln zu ersetzen. Diese würde aus der Abfolge der Kreisel Winterlen (Anschluss Oltnerstrasse), Knoten Ost und Kreisel Schlegelmatt (Anschluss Härkingerstrasse und Gäustrasse beim Mattenhof) bestehen. Hier ist mit Kosten von zirka 34 Millionen Franken zu rechnen; die Kosten für den Umbau in Oensingen sind noch offen.

Den Referaten von Heiniger und Gantenbein lagen logischerweise technokratische Fragen zugrunde. Diese standen auch in der Publikumsdiskussion in Zentrum. Es gab aber auch grundsätzliche Voten, beispielsweise dass man mit der beschränkten Ressource Boden für die Schonung der Fruchtfolgefläche haushälterisch umgehen solle.

Aareübergang wo?

Die Holzbrücke zwischen Murgenthal und Fulenbach ist national geschützt. Diese Fachwerkbrücke mit ihrer speziell grossen Spannweite ist ein seltenes Beweisstück der Ingenieurkunst von 1863. Mit ihrem Alter stösst sie jedoch an Grenzen. Zwar wurde 2014 eine Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen verordnet. Die hölzerne Brücke über die Aare muss aber mehr Autoverkehr bewältigen als die Betonbrücke bei Aarburg.

Die Solothurner Verkehrsplaner prüften mehrere Varianten. Im Vordergrund stehen momentan jene im Bännli bei Wolfwil, Chilchmatt bei Fulenbach oder Wiggerspitz bei Aarburg; nicht aus dem Rennen ist die Aaretränke zwischen Boningen und Fulenbach. Das Spezielle an der ganzen Sache: Der Kanton Aargau strich den Aareübergang Murgenthal–Fulenbach aus dem Richtplan – im Plan des Kantons Solothurn ist er noch enthalten.

Knackpunkt wird auch die Tragkraft der neuen Brücke sein. Um die Dörfer von der Belastung durch den Schwerverkehr zu schützen, müsste das Maximalgewicht weiterhin auf 3,5 Tonnen limitiert bleiben.

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