Mümliswil-Ramiswil

Kreuzbrücke wird saniert, der Bach erweitert

Im Zusammenhang mit der Sanierung der Kreuzbrücke (im Hintergrund) wird der Bach im Dorf aufgeweitet. Das rechte Ufer wird renaturiert und die lädierte Bachmauer (links) saniert.

Gleichzeitig mit dem Ersatz der Kreuzbrücke wird in Mümliswil-Ramiswil der Bach saniert – ebenso soll nach 40 Jahren die Turnhalle umfassend renoviert werden.

19 Stimmberechtigte entschieden über die Rechnungsgemeinde in Mümliswil-Ramiswil. Entsprechend zügig konnten die vorliegenden Geschäfte abgehandelt werden.
Die Kreuzbrücke, bei welcher Limmernbach und Rickenbächli zusammenfliessen, wird 2018 vom Kanton Solothurn ersetzt. Einerseits wegen des maroden Bauzustandes und andererseits aus Hochwasserschutzgründen, denn die Brücke muss neu den Durchfluss eines Jahrhunderthochwassers garantieren.

In diesem Zusammenhang ist die Gemeinde verpflichtet, den Limmernbach in Richtung Nord bis zur Liegenschaft Nr. 17 (alte Spenglerei) aufzuweiten. Vorgesehen ist, die alte Bachmauer beim Kreuzparkplatz zu entfernen und ein Naturbord zu schaffen. Gleichzeitig soll die Bachmauer am Ostufer saniert werden. Diese hat alters- und Hochwasser-bedingt gelitten.

Fussgängerstreifen kommt weg

Die Bruttokosten für dieses Projekt sind mit 297'000 Franken veranschlagt. Diskutiert wurde auch ein Geländerersatz auf der Bachmauer Ost. Dadurch würde sich der notwendige Kredit aber um rund 90'000 Franken erhöhen, was schon im Gemeinderat grossmehrheitlich abgelehnt wurde. «Die Zusammenarbeit mit dem Kanton läuft sehr gut», berichtete Gemeindepräsident Kurt Bloch.

Er informierte auch, dass der bestehende Fussgängerstreifen, der gemäss Kanton überflüssig ist, vorläufig nicht mehr gezeichnet wird. Sollte jedoch seitens Bevölkerung ein Bedarf reklamiert werden, so könne man den Streifen jederzeit wieder aktivieren. Zu diesem Zweck wird bei der Brückensanierung auch ein Leerrohr für eine spätere Beleuchtung eingelegt. Das Geschäft war unumstritten und wurde einstimmig genehmigt.

Turnhallenlifting nach 40 Jahren

Wie viele Schweisstropfen, Siege und Niederlagen die Turnhalle Brühl in Mümliswil gesehen und erlebt hat, lässt sich nicht sagen. Bekannt ist einzig, dass die Turnhalle in der grössten Schulanlage der Gemeinde 40-jährig ist. Die bedeutendste Investition war die 1999 vorgenommene Sanierung des Bodenbelages. Vor allem aus Sicherheitsgründen soll die Turnhalle in den Sommerferien umfassend saniert werden. Der alte Hallenboden wird komplett durch einen modernen, zweckmässigen Verbund-Sportboden ersetzt. Der grosse Vorteil dieses Bodensystems liegt in der verbesserten Nutzung. Ebenso muss bei einem nicht sportlichen Anlass der Boden nicht mehr mühsam abgedeckt werden.

Wegen zusätzlichen Sicherheitsvorschriften müssen sämtliche fixen Turngeräte überprüft und saniert werden. Dies macht Kernbohrungen für neue Bodenhülsen, in denen die Turngeräte fixiert werden, notwendig. Auch wird die alte Deckenbeleuchtung komplett mit neuen LED-Lampen ersetzt. Durch dieses System wird die Ausleuchtung der Halle verbessert. Da die Leuchtkörper nicht in die vorhandenen Aussparungen eingebaut werden können, hat man sich für ein Aufbausystem entschieden, was wiederum umfangreiche Deckenarbeiten nach sich zieht.

Ebenfalls werden die Eingangstüre sowie das Tor zum Geräteraum komplett ersetzt. Schlussendlich wird die gesamte Halle neu gestrichen. Im Budget war für die Sanierung ein Betrag von 150'000 Franken vorgesehen. Nun beläuft sich das Ganze auf 190'000 Franken. Der Mehrpreis ist vor allem auf die neuen Sicherheitsvorschriften bei den Turngeräten zurückzuführen. Der Kredit für diese Sanierung wurde einstimmig genehmigt.

Verschuldung sinkt

Erfreut nahm die Versammlung vom guten Rechnungsabschluss 2016 Kenntnis. Der Ertragsüberschuss von 976'687 Franken fliesst in das Eigenkapital, das sich neu auf 1,18 Millionen Franken beläuft. Hier sind die negativen Neubewertungsreserven von minus 115 096 Franken bereits abgezogen. Vor allem das gemeindeeigene Landwirtschaftsland musste viel tiefer eingesetzt werden.

Höchst erfreulich ist der Eigenfinanzierungsgrad von 312 Prozent. Das positive Gesamtergebnis führt dazu, dass die Nettoschuld pro Einwohner (früher Pro-Kopf-Verschuldung) von 2721 Franken im Jahr 2015 auf 2257 Franken sinkt. Der Rechnung 2016 wurde von der Versammlung abschliessend einstimmig zugestimmt.

Die Abrechnung «Sanierung Fussballplatz» schloss mit einem kleinen Minderaufwand von 275 Franken; dies bei Bruttokosten von 259'725 Franken (Budget 260'000 Franken). Kurt Bloch lobte das gelungene Werk, auch wenn das schlechte Wetter während der Bauphase für Mehrkosten sorgte. Netto resultiert sogar ein Minderaufwand von 4238 Franken, weil sich der Fussballclub und der Lotteriefonds nicht unwesentlich am Projekt beteiligten. Auch diese Schlussabrechnung wurde einstimmig abgesegnet.

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