Stellenabbau
Kostendruck: Nestlé streicht bei Leisi in Wangen bei Olten 26 Stellen

Der Nahrungsmittelmulti Nestlé baut bei der Teigherstellerin Leisi in Wangen bei Olten 26 Stellen ab. Diese können vollumfänglich durch Frühpensionierungen aufgefangen werden, Entlassungen seien keine notwendig, heisst es.

Beat Wyttenbach
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26 von 360 Arbeitsplätzen gehen beim Nestlé-Standort Wangen verloren.

26 von 360 Arbeitsplätzen gehen beim Nestlé-Standort Wangen verloren.

Bruno Kissling

Wie Nestlé Suisse SA am Dienstag mitteilte, müssen beim Standort Wangen (der früheren Leisi) 26 der 360 Stellen abgebaut werden. Über 90 Prozent der Produktion der Nestlé-Fabrik in Wangen würden in die EU exportiert. Die seit Jahren andauernde Krise in der Eurozone belaste die Auftragslage stark.

«Dank aller in den vergangenen zwei Jahren eingeleiteten Massnahmen zur Steigerung der Effizienz konnten substanzielle Arbeitsplatzverluste verhindert werden», ist zu lesen. Auftragsrückgänge von rund zehn Prozent zwingen aber die Leitung der Fabrik jetzt zum Abbau. «Dank der Unterstützung von Nestlé Schweiz kann diese Personalreduktion aber über Frühpensionierungen zu attraktiven Bedingungen erfolgen.

So sehr die Geschäftsleitung diesen Entscheid bedauert, so ist er doch unvermeidlich, um den Fortbestand des Wangener Produktionsstandorts zu sichern», heisst es abschliessend. Laut Mediensprecher Philippe Oertlé würden die entsprechenden Gespräche mit den betroffenen Mitarbeitenden per sofort beginnen. Die Frühpensionierungen sollen bis 1. März 2014 abgeschlossen sein.

«Schritt ist bedauerlich»

Wangens Gemeindepräsident Beat Frey meint, es sei «sehr bedauerlich, dass das Unternehmen diesen Schritt tun muss». Für die Betroffenen sei dies eine schwierige Situation. Gleichzeitig zeigte er sich erleichtert, dass der Standort Wangen nicht in Frage gestellt ist.

Sollten sich aber Forderungen oder Ansprüche seitens der Mitarbeitenden abzeichnen, sei die Gemeinde bereit, sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen, falls nötig.