«Der Bau der Strasse würde das Wohnquartier Neumatt massiv mit zusätzlichen Lärm- und Schadstoffimmissionen belasten und natürliche Lebensräume in der Klus würden zerstört werden», meldet die Bürgerinitiative «Läbigi Klus» in ihrer Einsprache gegen die «Umfahrung Klus».

Mit der geplanten Umfahrungsstrasse werde das Erscheinungsbild der Klus nachhaltig negativ geprägt, schreibt die Interessenvereinigung weiter. Sie quere den südlichen Teil der Klus und werde sehr dominant durch das geplante Viadukt in Erscheinung treten. Die Landschaft und das geschützte Ortsbild würden in unzulässiger Weise beeinträchtigt werden.

Finanzielle Belastung

Nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch wertvoller Lebensraum für teilweise gefährdete Tier- und Pflanzenarten würden in erheblicher Weise darunter leiden. Die Bürgerinitiative fordert daher verbesserte Massnahmen mit vertieften und ergänzenden Abklärungen.

Ebenfalls würden bestehende Lärm- und Luftschadstoffprobleme in der Klus mit dem Projekt lediglich in das angrenzende Quartier verschoben. Das geplante Mammutprojekt mit Viadukt und Tunnel kostet insgesamt rund 65 Millionen Franken und würde die Gemeinde Balsthal finanziell massiv belasten. Die Gemeinde müsste total rund 11 Millionen Franken stemmen.

Ohne Steuererhöhungen wäre das kaum machbar, argumentiert die Interessensgruppe «Läbigi Klus». Sie fürchten auch, dass das Zentrum von Balsthal nicht vom Verkehr entlastet werde. Durch die Öffnung des Nadelöhrs Klus müsse im Zentrum der Gemeinde sogar mit mehr Verkehr und damit mit mehr Lärm und Abgasen gerechnet werden. «Balsthal wäre also sogar die doppelte Verliererin», schliesst die Einsprache. (mgt/hts)