«Ich betrachte die Musik nicht nur als eine Kunst, das Ohr zu ergötzen, sondern als eines der grössten Mittel, das Herz zu bewegen und Empfindungen zu erregen.» Mit dieser Betrachtung des deutschen Komponisten der Vorklassik, Christoph Willibald Ritter von Gluck (1714-1787), gingen sicher auch die Besucherinnen und Besucher des Frühlings-Konzertes der Musikgesellschaft Fridau (MGF) einig.

Eröffnet wurde das Konzert mit «Gruss aus Thüringen» des deutschen Komponisten Hermann Ludwig Blankenburg (1876-1956), der aufgrund seiner mehr als 1200 komponierten Märsche als der deutsche «Marschkönig» gilt.

Danach folgte die symphonische Rhapsody «Scandinavia» des holländischen Komponisten Alfred Bösendorfer (geb. 1938 in Amsterdam), der bis heute 500 Werke geschrieben hat. Weil er eine Vorliebe für folkloristische musikalische Elemente in seinen Werken hat, kommen in «Scandinavia» besonders die Flöten- und Klarinettensoli, zusammen mit allen anderen Instrumenten, in abwechslungsreichen Tempi zum Einsatz.

Werke junger Komponisten

Der amerikanische Komponist und Pianist Edward Alexander Mac Dowell (1860-1908) des folgenden kurzen Stückes «To a Wild Rose», arrangiert von Philip Sparke, war der erste amerikanische Komponist, der Gedichte von deutschen Lyrikern wie Goethe oder Heine in Klavierkonzerte und Sonaten eingebaut hat und damit in Europa grosse Bekanntheit erlangte.

Den gefühlvollen Klängen folgte das berühmteste Werk des tschechischen Komponisten Vladimir Fuka (1920-1996), die Polka «Ein neuer Tag» oder «Slavonicka Polka».
Weiter ging es mit dem Konzertmarsch «Neue Welt», in dem der zu den populärsten Komponisten der böhmischen Blasmusik-Szene gehörende deutsche Musiker, Komponist und Arrangeur Alexander Pfluger, geboren am 17. Februar 1970, die Neuentdeckung Neuseelands vertont hat.

Der darauf folgende aus Argentinien stammende Tango «Katharina» (die Reine; die Aufrichtige) des jungen Schweizer Komponisten Mario Bürki, geboren 26. Oktober 1977, ist einer der fünf Standard-, Gesellschafts- und Turniertänze.

Nach der «Jockey Polka» von Josef Strauss (1827-1870) folgte der Marsch «National Emblem» des amerikanischen Komponisten Edwin Eugen Bagley (1857-1922). Zum Dank für den Publikums-Applaus folgten als Zugaben die flotte mährische Polka «Polkafeuer» des tschechischen Komponisten Rudolf Strobel und - wie könnte es anders sein - als definitiver Abschluss der «Egerkinger Marsch» von Walter Josef.